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August 13th, 2012 @ 08:38:47

Das Entwicklerstudio Ninja Theory und Capcom haben mit DMC Devil May Cry 2013 einen gelungenen Relaunch der Devil May Cry Reihe produziert. Die britisch japanische Zusammenarbeit lieferte das erste Highlight des Jahres 2013. Grund genug für uns den Titel nochmals unter die Lupe zu nehmen.

Die Story: Licht und Schatten – Dämonen und Engel

DMC ist keine Fortsetzung der vorangegangenen Teile, sondern es erzählt die Geschichte von vorne. Einfach gesagt geht es in Devil May Cry um den Helden Dante der halb Engel halb Dämon gegen fiese Kreaturen aus der Dämonenwelt kämpfen muss, weil diese die Weltherrschaft an sich reißen wollen.

Protagonisten

!!!Spoiler Warnung!!!

Mundus ist die Quelle allen Übels. Dante und Co versuchen seine  Weltherrschaftspläne zu vereiteln.

Der Dämonenherrscher Mundus ist die Quelle allen Übels. Dante und Co versuchen seine Weltherrschaftspläne zu vereiteln.

Capcom und Ninja Theory haben der Reihe ein Relaunch gegönnt, so ist der Titel keine Fortsetzung der vier Vorgänger, sondern erzählt eine eigene Geschichte. DMC spielt in einer Welt, in der sich Engel und Dämonen bekriegen. In 20 Missionen muss der Nephilim Dante sein Geschick gegen Dämonen und allerlei Kreaturen beweisen. Nephilims sind hybriden aus Engeln und Dämonen. Der Held wird im Verlauf des Spiels über seine Herkunft aufgeklärt. So erfährt er, dass seine Eltern der Dämon Sparda und ein Engel namens Eve sind. Ganz wie bei Shakespeares Romeo und Julia hat diese Liebe einen schweren Stand. Aus dieser Verbindung gehen zwei Söhne hervor. Ihre Namen sind Dante und Vergil, beide vereinen Himmel und Hölle in sich. Als Mundus von der „verbotenen Liebe“ erfährt, findet er die Liebenden und verbannt Sparda auf ewig in den sogenannten Limbus (im englischen Limbo), eine Art Vorhölle in der die Dämonen leben. Die beiden Zwillingsbrüder werden getrennt und ihre Erinnerungen gelöscht. So erfährt Dante erst im Laufe des Spiels mehr über seine Herkunft. Sein Bruder Vergil hat zu diesem Zeitpunkt bereits den Kampf gegen Mundus aufgenommen und einen Orden zu dessen Beseitigung gegründet. Dieser Orden wird vom größten Sender als terroristische Vereinigung gebrandmarkt. Wie sich später herausstellt, ist der Sender von Dämonen unterwandert. Dante stößt zum Widerstand hinzu, um Mundus endgültig zu vernichten. So soll sein wachsender Einfluss auf die Welt der Menschen minimiert werden. Er muss auf dem Weg zu diesem Ziel einige Hindernisse überwinden. Dantes muss zunächst Mundus Softdrinkfabrik zerstören, denn das Getränk macht Menschen zu willigen Helfern der Dämonen. Dabei bekommt es Dante am Ende der Mission mit einem Sukubus zu tun, den er schlussendlich besiegen kann. Auf dem steinigen Weg zum verhassten Feind, zerstört der Held mithilfe Vergil und seiner Wicker Helferin Kat folgend den Sender der Dämonen. Danach wollen Dante und Vergil Mundus aus der Reserve locken. Um dieses Ziel zu erreichen kidnappen sie die Geliebte des Mundus und damit seinen ungeborenen Sohn. Doch Mundus hält Kat gefangen und so tauscht Dante Mutter und Sohn gegen Kat aus. Folgend kommt es zum Showdown zwischen den Brüdern und dem Dämonenkönig Mundus. In diesem epischen Endkampf gelingt es den Brüdern, das Tor zur Dämonenwelt zu schließen und Mundus fest an seinem menschlichen Avatar zu binden. So kann der unbesiegbare nun doch besiegt werden, doch nur mithilfe Vergils kann der Fiesling schlussendlich besiegt werden. Nach dem Sieg der Brüder will Vergil Herr über die Menschheit werden, da diese zu unreif sei, um ihr Schicksal selbst zu bestimmen. Dante und Kat sind nicht Vergils Meinung eiverstanden und so spitzt sich die Situation unausweichlich zu einem Kampf zwischen den Zwillingsbrüdern zu. Im Verlauf des Kampfes gewinnt Dante die Oberhand, nur Kats eingreifen rettet Vergils Leben und er kann entkommen.

!!!Spoiler Warnung Ende!!!

Steuerung: Das Kampfsystem

Mit der Axt Arbiter lichtet Dante die Reihen der Feinde

Mit der Axt Arbiter lichtet Dante die Reihen der Feinde

In DMC ist das Kampfsystem eine wahre Pracht. Wie in den Vorgängern kann Dante auf Hieb und Stichwaffen, Feuerwaffen, seine Fäuste und Fernkampfwaffen zurückgreifen und diese in Kombos zusammenfügen. Der Spieler kann Dante auf drei Schwierigkeitsgraden durch den Limbus führen. Dabei machen die Kombinationen aus Fern- und Nahkampf das Spiel nicht nur abwechslungsreich, auch der Spielspaß wird durch die Kombinationsmöglichkeiten der Waffen und Stile gesteigert. Dante erhält im Verlauf des Spiels einige Waffen, die er durch gesammelte Punkte upgraden kann. Am Anfang verfügt der Held über sein Schwert Rebellion und seine Handfeuerwaffen Ebony and Ivory. Später bekommt Dante noch reichlich Waffennachschub. So erhält er Dämonenwaffen wie eine riesige und mächtige Dämonen-Streitaxt (Arbiter) oder Stahlfäuste (Eryx), die sich hervorragend für den Nahkampf eignen. Engelswaffen wie die Engelssichel (Osiris) oder den Riesenshurikens (Aquila), die als Nah- und Fernkampfwaffen nutzbar sind, ergänzen die Waffensammlung. Die unterschiedlichen Waffen müssen besonnen für den jeweiligen Gegner gewählt werden, denn einige der fiesen Kreaturen sind gegen bestimmt Waffen Immun. Zudem gibt es einen Engel- und einen Dämonen-Enterhaken. Mit dem Dämonen-Enterhaken holt Dante Gegner (Dämonen) zu sich und zieht an markierten Vorsprüngen, um so über Untiefen und dergleichen zu gelangen. Mit der Engelvariante zieht Dante sich zu Gegnern und an im Spiel markierte Stellen heran. So kann er sich wie Tarzan von Punkt zu Punkt durch die Level hangeln. Später erlernt der Held einen kurzen Gleitflug, mit dem er größere Untiefen überwindet. Auch eine Shotgun (Revenant) und eine verstärkte Pistole (Kablooey) werden im Verlauf des Spiels Teil von Dantes Waffenarsenal. Für die Kombination von Attacken bekommt unser Held Punkte, die sich dann in Bestenlisten via Internet vergleichen lassen. Auch Challenges sind in den Missionen versteckt. Um diese Challenges spielen zu können, müssen wir aber zunächst Schlüssel sammeln. Es  lohnt sich also nicht nur einfach durch die Level zu hetzten, sondern immer einen Blick nach Links und Rechts zu wagen. So kann Dante auch „gefangene Seelen“ befreien, die wiederum Extrapunkte einbringen. Diese Punkte können wir im Limbus an „heiligen Statuen“ in Gegenstände eintauschen. So können wir „Medipacks“ und „Wiederbelebungen“ gegen Punkte eintauschen. Auch Dantes Dämonenanzeige können wir durch Gegenstände aufladen. Mit seinen Dämonenfähigkeiten kann Dante seine Gegner paralysieren und in die Luft wirbeln. Wenn er nun die Gegner attackiert, lädt sich seine Energieleiste wieder auf. Dieses Feature ist besonders in Bosskämpfen eine gute Sache. Sicher kann Dante auch immer wieder von neuem an einem Speicherpunkt beginnen, dies wirkt sich dann aber negativ auf die Punktebewertung des Levels aus. Die Bosskämpfe sind eine gelungene Steigerung gegenüber den Standardkämpfen im Spiel. Man muss zunächst erst mal herausfinden, wie man dem Gegner zu Leibe rückt. Hat man aber erst mal eine Taktik entwickelt, so schafft man die Gegner eigentlich recht mühelos. Anspruchsvoll wird das Spiel, wenn es um die Kombos geht. Man kann natürlich einfache Kombos aneinanderreihen und dadurch das Ziel des Spiels ohne weiteres erreichen. Doch die Angriffe zu kombinieren ist ein wichtiges und gelungenes Spielelement von DMC. Denn wer besonders komplexe Kombos generiert oder gar eine Schar von Gegnern so besiegt, dass der Held nicht ein einziges Mal auf dem Boden landet, der wird mit einer Fülle von Extrapunkten belohnt. Ergänzt werden diese Hack and Slay Elemente durch Passagen in denen wir Dante geschickt von Vorsprung zu Vorsprung oder von Plattform zu Plattform fliegen und schwingen lassen müssen. Diese Abschnitte sind zwar nicht wirklich schwierig, sie sind aber eine nette Abwechslung zu den Kämpfen im Spiel. Ninja Theory nimmt die Elemente auf, für die DMC bekannt ist. So sind die Kämpfe und die multiplen Kombovarianten das zentrale Spielelement von DMC. Dabei schafft es das Entwicklerstudio dem Titel, durch die wunderschöne Grafik, eine Frischzellenkur zu verpassen.

Auch mit der Engelsichel Osiris macht Dante ein gute Figur, Wie der Arbiter eignet sich Osiris für einige Gegner mehr als für andere. so sind einige Gegnerklassen immun gegen die Angriffe mit der Sichel oder der Axt. Da heißt es schnell umschalten.

Auch mit der Engelsichel Osiris macht Dante eine gute Figur. Wie der Arbiter eignet sich Osiris für einige Gegner mehr als für andere. so sind einige Gegnerklassen immun gegen die Angriffe mit der Sichel oder der Axt. Da heißt es schnell umschalten.

 

Grafik

Der Limbus ist wunderbar programmiert, hier zeigt sich, was man aus der Unreal Engine noch herausholen kann.

Der Limbus ist wunderbar programmiert, hier zeigt sich, was man aus der Unreal Engine noch herausholen kann.

DMC zeigt in beeindruckender Weise, wie viel Potential in der Unreal Engine immer noch steckt. Die Level sind abdreht aber dennoch stimmig programmiert. Gerade der „Limbus“ ist hervorragend gestaltet. Auch die animierten Zwischensequenzen holen das Optimum aus der Engine heraus. Ein kleines Manko ist die Synchronisation, die in der deutschen Version nicht immer ganz lippensynchron und ziemlich emotionslos gestaltet sind. Einige der Szenen im Limbus, wie Häuser die in Fragmenten in der Luft schweben, erinnern stark an Christopher Nolans Film Inception. Großartig sind auch die Kämpfe und die damit verbundenen Kombos gestaltet. Da gibt es kein ruckeln und kein wackeln. Auch die Perspektiven sind immer optimal gewählt und ermöglichen eine übersichtliche Steuerung. Ergänzt wird die Grafik durch den stimmigen Soundtrack, der in jeder Situation die richtige musikalische Untermalung bereithält. So werden die Kämpfe oft mit stimmigem Heavymetalsound untermalt.

Fazit

Der Relaunch von DMC Devil May Cry ist durchweg gelungen. Das Kampfsystem orientiert sich an den gelungenen Systemen Vorgängern. Die Möglichkeiten des individuellen Aneinanderreihens von Kombos erhöht den Spielspaß und fügt sich hervorragend in das Setting des Spiels ein. Die Grafik der einzelnen Missionen ist hervorragend und abwechslungsreich. Ein kleines Manko ist die geringe Schwierigkeit in den Geschicklichkeitsübungen. Diese dienen eher der Auflockerung und Entspannung nach hartem Hack and Slay Gemetzel. Für Highscorefans bietet das Spiel nicht nur den Vergleich im Internet. Eure Fähigkeiten und die daraus resultierende Punkteausbeute wirken sich auch auf den Erfolg im Spiel bzw. auf die Entwicklung des Helden Dante aus. Alles in allem ist DMC ein Spiel, das mit seinen acht bis neun Stunden effektiver Spielzeit nicht nur Stimmung schafft und eine Story spannend erzählt, sondern auch durch die anspruchsvollen Kämpfe begeistert. Wer also Titel wie God of War Ascension oder Castlevania mochte, für den ist DMC ein absolutes must have.

Tipp der Redaktion: Wer nach den ca. 8-10 Stunden DMC Devil May Cry noch nicht genug hat, der kann auf das DLC Vergil´s Downfall zurückgreifen und so 3-5 Stunden Spielzeit dranhängen.

 

The Verdict

8.1Great

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Mit dem Titel Remember Me (2013) schafft der Spielehersteller Dontnod ein großartiges Debut. In Zusammenarbeit mit Capcom hat das Entwicklerstudio aus Frankreich ein Third Person Shooter, Jump and Run und Hack and Slay auf den Markt gebracht, der durch ein stimmiges Artdesign und eine bis zum Schluss spannende Geschichte überzeugt. Dabei lässt sich das Spiel auf drei Schwierigkeitsstufen spielen und ist dadurch für Profis und Gelegenheitsspieler geeignet. Ein Spiel für die ganze Familie ist Remember Me aber nicht, denn die düstere Zukunftsvision des Neo-Paris im Jahr 2084 ist nichts für Kinder! Zurzeit gibt es das Spiel für Playstation Plus Abonnenten als kostenlosen Download.

 

Handlung: Auf der Suche nach Erinnerung

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Die Heldin Nilin ist auf der Suche nach ihrem verlorenen Ich

Wir schreiben das Jahr 2084. Das Unternehmen Memorize verkauft, hortet und löscht die Gedächtnisse von Menschen durch die Sensen Technologie. Durch diese technologische Entwicklung, kontrolliert das Unternehmen Neo-Paris. Gegner des Unternehmens werden kurzerhand „gelöscht“ und fristen ihr dasein als sogenannte Leaper, eine Art gedächtnislosem Zombie. Am Anfang des Games wacht die Heldin in einer Einrichtung der Firma Memorize auf. Hier soll ihr Gedächtnis gelöscht werden. Nachdem Nilins Gedächtnis fast komplett gelöscht worden ist, wird sie von dem Widerstandskämpfer Edge aus der Einrichtung von Memorize herausgeführt. Von Edge erfahren wir, dass Nilin als Gedächtnisjägerin und Revolutionärin gegen das Unternehmen gekämpft hat. Die Heldin entkommt dank Edges Hilfe aus den klauen der Memorize. Auf freiem Fuß muss sie sich gegen fiese gedächtnislose Mutanten namens Leaper, Trupps von Memorize, Kopfgeldjäger und andere Gedächtnisjäger zur Wehr setzten. Des Weiteren muss die Heldin versteckte Gegenstände entdecken und ihre Erinnerung zurückerlangen. So gelangt Nilin zuerst zu der Bar Leaking Brain, in der sie auf Kopfweh Tommy trifft. Der ihren Kampfanzug für sie aufbewahrt hat und ihr diesen übergibt. Dabei wird sie von der Kopfgeldjägerin Olga Sedova überrascht. Sedova ist von Memorize angeheuert worden, um Nilin zu finden und zu töten. Der Heldin gelingt es dank ihres Anzugs in das Gedächtnis von Sedova einzudringen und ihre Gedanken so zu manipulieren, dass sie nun auf Nilins Seite steht und Memorize bekämpft. Die Heldin macht sich auf die Suche nach ihrem verlorenen Ich. Dazu bewegt sie sich in den Slums und in dem Stadtteil der Schönen und Reichen in Neo-Paris, um Edges Anweisungen zu folgen. Doch kann Nilin die Wahrheit über ihre Vergangenheit ans Licht bringen, wer ist Freund und wer ist Feind?!

Gegner: Vom Mutanten bis zur Werkspolizei

In Remember Me bekommen wir es mit verschiedenen Gegnern zu tun, die alle verschiedene Taktiken erfordern.

 Die Leaper

Leaper

Die Leaper tauchen immer wieder im Spiel auf, dabei gibt es einfache Leaper, Bossleaper und Leaper die sich unsichtbar machen können.

Bei den Leapern handelt es sich um Menschen, deren Gedächtnis zerstört wurde. To leap heißt im englischen Springen. So springen die Erinnerungen der Leaper hin und her, daher sind sie dementsprechend verwirrt und aggressiv. Memorize löschte die Gedächtnisse dieser Menschen. Leaper zeichnen sich dadurch aus, dass sie kopflos in Nilins Richtung rennen. Diese Gegner sind wohl am einfachsten zu erledigen. Einfache Kombos machen den Leapern den Gar aus. Wobei es auch bei den Leapern Bossgegener gibt, die sich nur mit den Spezialfähigkeiten erledigen lassen.Unter den Leapern gibt es auch solche, die unsichtbar sind. Um diese zu eliminieren kann Nilin entweder Flutlichter aktivieren oder durch ihre Spezialfähigkeit Sensen Dos den Gegner sichtbar machen. Danach lassen sich die unsichtbaren Leaper, wie alle anderen Kontrahenten, durch Kombos erledigen.

Die Truppen der Firma Memorize

Truppen

Memorize macht mit den werkseigenen Truppen Jagd auf Nilin

Auch die Firma Memorize macht natürlich jagd auf Nilin, die für sie eine Terroristin ist. Die sogenannten Enforcer von Memorize sind wesentlich besser bewaffnet. Die Heldin kann hier am besten mit Kraft Impressons zu bekämpfen. Liegt der Gegner aber dann am Boden, kann die Heldin sie gekonnt mit einem Finish-Move vernichten. Dazu wird dem Spieler durch die Sensen-Optik angezeigt, wann der Spieler Kreis drücken soll. Je weiter Nilin kommt, desto härter teilen die Gesellen von Memorize aus und stecken auch mehr ein. Auch das Outfit und das Equipment verändert sich. In der Bastille dem Gefängnis Neo-Paris verfügen die Memorizetruppen über stärkere Panzerung und z.T. über Schilde.

Drohnen

Drohne

Die Seraphin Drohne schwebt in der Luft und ist mit Kombos nicht erreichbar, Abhilfe schafft hier Nilins Fernwaffe der Spammer

Die  Drohnen sind Gegner, die aus der Luft angreifen und sich nur mit ihrer Fernkampfwaffe dem Spammer attackieren. Dabei muss Nilin geschickt den Attacken der Drohnen ausweichen, oft müssen wir gegen Wachen und Drohnen gleichzeitig kämpfen. Es gibt verschiedenen Auführungen von Drohnen, die eine unterschiedliche Taktik erfordern.

 

 

 

Bossgegner

Kid

Kid X-Mas ist der erste größerer Bossgegner des Spiels

Gegner wie Kid X-MAS können nicht direkt mit Kombos geschlagen werden. Nilins normale Kombos bleiben bei diesen Gegnern meist wirkungslos, für die Bossgener muss der Spieler die Spezialfähigkeiten Nilins einsetzten. Auch Roboter und Leaper kommen als Bossgegner vor. Dabei kann man Roboter der Firma Memorize mit dem Spammer attackieren. Bei den Leapern sollte man auf die Spezialfähigkeiten setzten, denn diese fügen dem Gegner am meisten Schaden zu. So muss der Spieler für jeden Gegner ein individuelle Taktik entwicklen.

Steuerung: Nicht einfach draufprügeln

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Die Steuerung weist auf den ersten Blick eine für Third-Persontitel gängigen Modus auf. Auch wenn einige Kritiker des Spiels Parallelen zu anderen Titeln sehen. Gerade wenn man Nilin an Fassaden klettern lässt, ist dieser Vorwurf nicht ganz unberechtigt. In der Tat erinnern ihre Moves an Titel wie Tomb Raider oder Prince of Persia, zudem wird Nilin durch ihre Sensen-Optik mit Richtungspfeile angezeigt wo und wie sie die einzelnen Abschnitte meistert. Durch diese „Wegweiser“ kommt man gar nicht erst in die Versuchung, selbst nachzudenken. Hier hätten die Entwickler aus Frankreich dem Spieler doch mehr Spielübersicht zutrauen können. Auch Hindernisse, wie Gebiete die unter Hochspannung stehen oder Dampf der aus einer Rohrleitung schießt, stellen kein wirkliches Hindernis dar. Zusätzlich werden wir zuvor noch vor der Gefahr durch Nilins Sensen-Optik gewarnt. Auch vermeintlich versteckte Gegenstände wie Mnesist, welche Erinnerungen freischalten und so Leerstellen in der Geschichte schließen oder Satpatches, womit die Heldin ihre Energiekurve erweitern kann, werden so leicht gefunden.

 

Das Kombosystem in Remember Me: Du hast die Wahl

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Diese negativen Aspekte des Spiels macht das Kampfsystem des Spiels durch seinen innovativen Aufbau aber wieder wett. Die Steuerung Nilins ist herausragend und macht auf Anhieb einen Heidenspaß. In Remember Me kann der Spieler durch freigespielte „Impressons“ seine eigenen Kombos generieren, an die sich Nilin im Kamp „erinnert“. So lassen sich dreier, fünfer und sechser Kombos mit individuellen Tastenkombinationen und Funktionen erstellen. Dabei kann man den Fokus auf harte Schläge legen, auf Schläge die Nilins Spezialfähigkeiten schneller aufladen, vorherige Schläge bzw. deren Eigenschaften verstärken oder auf Schläge die sie heilen und ihre Energieleiste wieder auffüllen. Dazu kommen schön animierte Finish- Moves, mit denen Nilin den Gegnern den Rest gibt. Um stärkere Kombo Elemente freizuschalten, muss Nilin PMP sammeln, so erhält sie „Schlüssel“. Mit diesen Schlüsseln können verbesserte Impressions freigeschaltet werden. Ein weiteres Plus des Kampfsystems sind die fünf Spezialfähigkeiten, doch dazu später. Bei Bossgegnern kommt es aber nicht nur auf rüdes Prügeln an, sondern auf Timing und den Einsatz der Spezialfähigkeiten. So muss man im richtigen Moment den harten Schlägen ausweichen, um dann mit einer der Spezialfähigkeiten zu attackieren.

Die Spezialfähigkeiten

Nilin verfügt über fünf Spezialfähigkeiten, mit denen sie ihren Gegnern das Leben schwer Macht. Mit dem Sensen Dos lähmt sie Gegner. Roste in Frieden kontrolliert feindliche Roboter und zerstört sie. Die Logik Bombe heftet Nilin an einen Gegner. In einem bestimmten Umkreis verursacht die Bombe Schaden bei den Gegnern. Sensen Raserei verstärkt Nilins Schläge, solange sie nicht von Gegnern getroffen wird.Last but not Least die Sensen Tarnung mit der Nilin unsichtbar wird. Zusätzlich kann sie Gegner sofort überlasten und mit einem Finishmove ins Jenseits befördern.

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Eindringen in fremde Gedächtnisse: Im fremden Kopf

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Mithilfe ihres Anzuges kann Nilin in das Gedächtnis von Menschen eindringen und ihre Erinnerungen verändern

Nilin kann zudem durch ihren Anzug in die Erinnerung von Menschen einsteigen, so verändert sie z. B. die Erinnerungen der Kopfgeldjägerin Olga Sedova. Sedova kämpft fortan auch gegen Memorize. Bei der Maipulation der Erinnerungen muss man durchaus ein bisschen tüfteln. Biss man Olgas Erinnerungen verändert, muss man einige Erinnerungen verändern. Dieses Element des Piels ist großartig dargestellt und macht wirklich Spaß. Auch wenn es immer nur eine richtige Lösung gibt, ist das Eindringen in das Gedächtnis ein tolles Feature des Spiels. Leider kann man das Feature im Verlauf des Spiels nur viermal nutzen. Zusätzlich kann Nilin in sogenannten Reminiszenen die Bewegungen von Personen rekonstruieren, dass hilft, um manche vertrakte Situation zu meistern oder Drohnen von Memorize aus dem Weg zu gehen. Ein weiteres Gadget, das die Heldin erst im Verlauf des Spiels erhält, ist der Spammer. Mit dieser Fernwaffe kann sie Gegner angreifen und Türen aktivieren.

Grafik: Neo- Paris entdecken

Panorama

Das Artdesign von Remmeber Me ist eine gekonnte Mischung aus bekannten Elementen, wie dem Eifelturm und aus moderner Architektur

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Die Slums von Neo-Paris erinnern an Ridley Scotts Science-Fictionklassiker Blade Runner

Die Unreal Engine mag vielleicht schon etwas angestaubt sein, dennoch taucht man in die z.T. düstere aber auch strahlend Helle Szenerie von Neo-Paris ein. Das Artdesign des Games ist wirklich atemberaubend, die Kombination aus bekannter Architektur aus Paris und der Kombination mit Science-Fiction Elementen ist wirklich grandios gelungen. So schafft das Spiel allein durch die Story in Kombination mit der detailreichen Grafik, wie Häuserfassaden, Panoramen oder düsteren Ecken eine Vision einer Zukunft. Diese Zukunftsvision hat nichts mit utopischen Ideen a la Star Trek zu tun. Ganz im Gegenteil, wenn man schon den Vergleich mit dem Medium Film sucht, so ist die Atmosphäre der ersten Episode von Remember Me eher mit Ridley Scotts Blade Runner zu vergleichen. Neo Paris ist ein verkommener, verdreckter und mit allerlei gefährlichen Individuen gespickter Ort. Auf der anderen Seite gibt es die Welt „der Schönen und Reichen“, hier erscheint alles sauber und geordnet und man entdeckt viele Details, wie Cafes, Geschäfte oder Bars. Im Gegensatz zu aktuellen Titeln wie Beyond Two Souls sind die Gesichter der Charaktere eher emotionslos programmiert und schaffen so kaum Empathie für die Gefühlslage der Figuren. Zudem ist die deutsche Synchronisation oft nicht lippensynchron. Der Einstieg in die Erinnerungen anderer Figuren ist durch aufwendig animierte Zwischensequenzen ein echter Augenschmaus.

Fazit

Remember Me ist ein Spiel, dessen Story von Anfang an mitreißt. Die aufwendig gestaltete Stadt Neo-Paris schafft dabei eine Atmosphäre aus Licht und Schatten. Die Steuerung des Spiels mag zwar zum Teil an andere Titel angelehnt sein, aber warum sollte man nicht von den besten lernen. Zudem integriert das Spiel diese Anlagen und schafft damit ein völlig Neues Spielerlebnis. Die Steuerung des Kampfmodus und die individuell erstellbaren Kombos, stellen zudem ein eigenständiges Merkmal des Spiels dar, welches nicht unerheblich zum Spielspaß beiträgt.

 

The Verdict

8Great