Köln, 25. Januar 2012 – Der Downloadtitel Warp wird am 15. Februar 2012 auf Xbox Live Arcade veröffentlicht. Für den PC erscheint das Spiel am 13. März 2012 und im PlayStation Network am 14. März 2012. Entwickelt wird das Stealth-Action-Rätselspiel vom Independent-Studio Trapdoor.

 

warp1  In Warp steuert der Spieler den genauso liebenswürdigen wie tödlichen Außerirdischen Zero. Nach dessen Entführung durch Menschen, die mit ihm Experimente durchführen wollen, muss Zero aus einer geheimen Forschungseinrichtung entkommen. Hierfür stehen ihm mächtige und letale Fähigkeiten zur Verfügung. Es liegt am Spieler, ob Zero an seinen menschlichen Peinigern Rache nimmt, oder ob er sich unerkannt aus der Basis schleicht. Das Spielziel lässt sich auch vollkommen gewaltfrei erreichen.

 

warp2Für den Spieler gibt es eine schier endlose Kombination von Fähigkeiten und Upgrades zu entdecken, um damit die Rätsel auf effektive Weise zu lösen und auf den Bestenlisten ganz oben vertreten zu sein.

 

„Wir sind begeistert, dass Warp die Microsoft Xbox Live Arcade House Party einläuten wird, ein Event, das die Arbeit von Indie-Entwicklerstudios ins Rampenlicht rückt“, sagt Trapdoor-Gründer Ken Schachter. „Warp liefert ein bisher einzigartiges und originelles Spielerlebnis. Der Spieler kann sich über die traditionellen Regeln in Videospielen hinwegsetzen und das Spiel auf seine gewünschte Weise spielen.“

 

warp3Warp steht ab 15. Februar 2012 auf dem Xbox Live Marktplatz zur Verfügung, ab 13. März 2012 für PC und ab dem 14. März 2012 im PlayStation Network.

 

Zusätzliche Informationen gibt es unter www.ea.de/warp.

Ein absolut Spannender Genremix

Gearbox hat mit Borderlands einen Ego-Shooter mit einem Rollenspiel gekreuzt. Ob das ganze wirklich funktioniert oder ob sich Gerbox dabei ordentlich vertan hat zeigt unser Test.

Gearbox ist vor allem bekannt durch Brothers in Arm, einem Taktikshooter des Hauses, mit Borderlands bleiben sie zwar weiter beim Shooter, kreuzen das ganze aber mit einem Rollenspiel. Borderlands sieht sichtlich gut aus, das muss man den Entwicklern aus Texas schon lassen, allerdings hat das Spiel auch so seine schwächen.

Borderlands spielt auf dem fernen Planeten Pandora wo sich die Menschen nur aus Unwissenheit niedergelassen haben. Der Planet ist nämlich nur deshalb so verlassen weil dort die letzten Jahre eine Eiszeit herrschte.

 

Die Klassen

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Während der Planet jetzt langsam erwacht kommen unsere vier Helden ins Spiel, darunter sind der Ex-Soldat Roland, der Jäger Mordecai, ein Muskelpaket namens Brick und die schöne Lilith. Diese vier repräsentieren gleichzeitig die Spielklassen von Borderlands und unterscheiden sich im Wesentlichen nur durch ihr Aussehen und durch ihre Spezialfähigkeiten. Der Soldat kann in regelmäßigen Abständen einen automatischen Geschützturm aufbauen den er mit einigen Extras aufrüsten kann, der Jäger setzt einen zahmen Falken ein, Brick wird zur unaufhaltsamen Nahkampfmaschine, und Lilith macht sich einfach unsichtbar, um ihren Gegnern dann in den Rücken zu fallen.

Gearbox hatte am Anfang noch eine eigene Story für jeden der vier versprochen, dieses ist im fertigen Spiel leider nicht der Fall. Die Handlung des Spiels ist bei allen dieselbe, sobald wir das kleine „Wüstenstädtchen“ Fyrestone erreichen erscheint uns eine merkwürdige Vision von einer Dame die uns anweist den Vault zu finden. Da diese von Schätzen nur so überquellen soll sind wir natürlich Feuer und Flamme.

Die Quests

In Fyrestone treffen wir auf einen kleinen Roboter der uns in das Spiel einführt. Hier zeigt Borderlands auch gleich das es ein Rollenspiel ist, eben nur in der Variante eines Shooters.borderlands_claptrap Wir müssen nicht so wie in anderen Shootern einer gradlinigen Story durch Schlauchlevel folgen und von einer Zwischensequenz zur nächsten sprinten sondern rennen wie in einem RPG von Quest zu Quest durch das relativ offene Pandora.

Die Suche nach der Vault entspricht dabei unserer Hauptquest während an allen Ecken und Enden weitere Nebenquests auf uns warten. Leider laufen diese nach dem typischen Schema ab, soll heißen, töte X Gegner, sammeln X Gegenstände oder Laufe von A nach B, hier wäre sicherlich mehr drin gewesen. Die Questreihe um die Vault unterscheidet sich hier auch nur durch das gelegentliche Auftauchen der mysteriösen Frau vom Anfang. Also in der Kurzfassung: Wir nehmen eine Quest an, laufen zum Zielort, töten Gegner, sammeln etwas ein, erledigen ab und zu einen kleinen Boss und geben das ganze wieder ab. Auf Dauer kann so etwas leider langweilen.

Offene Spielwelt?

Wie ich schon andeutete ist die Spielwelt von Pandora nicht komplett offen sondern ist in viele Bereiche unterteilt. Diese gehen von Schlauchlevelartigen Bereichen bis zu Bereichen die man am besten mit den mittelgroßen Schlachtfeldern von Battlefield 2 vergleichen kann. borderlands-screen-02

Diese Gebiete sind nicht miteinander verbunden sondern wir teleportieren uns durch einen Ausgangsknopf am Ende eines Gebiets in das nächste. Zusätzlich haben wir im späteren Verlauf des Spiels noch das Schnellreisesystem zur Verfügung welches uns direkt in bestimmte Regionen von Pandora bringen kann. Dies ganze sorgt dafür dass sich die Spielwelt einfach nicht zusammenhängend anfühlt.

Damit wir uns nicht komplett die Füße wund latschen auf unserem Weg durch Pandora gibt es an einigen Orten sogenannte Catch-A-Ride Stellen. Hier können wir uns ein Buggie holen und mit diesem durch die Gegend brausen. Ein Problem hat das ganze allerdings,  die Fahrzeuge sind auf Wunsch mit einem MG oder Raketenwerfer ausgestattet mit unendlicher Munition. Das sorgt für einige Balance Probleme.

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Zusätzlich können wir mit unserem „Mietwagen“ die großen Gegner einfach plattwalzen und nehmen dabei fast kleinen Schaden, da sich das Gefährt dann auch noch selbständig regeneriert sieht man erst recht wie stark es ist. Da wir den Wagen nicht modifizieren können und uns einfach ohne Kosten immer wieder neue bestellen können, bauen wir absolut keine Bindung zu unserem Fahrzeug auf. Auch hier leider wieder verschenktes Potenzial.

Das gute ist das wir mit unserem Gefährt nicht in jeden Levelabschnitt kommen, so müssen wir uns zumindest zwischendurch etwas ansträngen. Die Steuerung des Autos ist auch anders als gewohnt, wo wir hinschauen da fahren wir auch hin. Unsere Waffe dreht sich dahingehend auch immer mit. Es ist also nicht möglich vorwärts zu fahren und nach hinten zu schießen.

Waffen über Waffen

Weshalb Borderlands schließlich doch nicht langweilt liegt am sehr bekannten Diablo-Effekt. Das Spiel wirft uns gerade so mit neuen Waffen zu und stellt uns immer bessere Waffen in Aussicht. Sobald wir erst mal von der Itemjagt angesteckt sind gibt es kein Entkommen mehr. Das Spiel gibt uns bei jeder gefundenenborderlands-9 Waffe vor um wie viel sie besser ist, dazu kommt das auf einigen Waffen spezielle Bonuseffekte drauf sind wie etwa Elektrizität oder Säure die wir auch gezielt gegen Gegner einsetzten können. Hinzu kommt das die Waffen wie zum Beispiel in World of Warcraft mit verschiedenen Seltenheitsgraden versehen sind. Jedes Mal wenn wir eine Lila leuchtende Waffe sehen sind wir schon gespannt was es denn sein könnte.

Das Levelsystem

Die zweite Motivation bildet das Levelsystem. Wie in jedem Rollenspiel sammeln wir Erfahrung, steigen im Level auf und verteilen Punkte in ein Talentsystem. Der Soldat etwa steigert so nach und nach die Feuerkraft seines Geschützturms, der Jäger lässt seinen Falken auf immer mehr Gegner gleichzeitig los. Zusätzlich steigen wir mit dem Benutzen von Waffen in unserem Waffenlevel auf. Hier endet dann aber auch schon wieder der Rollenspielteil.

Für einen wirklich guten Shooter fehlt es dem Spiel an der Führung und für ein gutes Rollenspiel an der Charakterentwicklung. Unsere Helden sehen immer gleich aus und tragen die gleichen Sachen, was aber auch nichts macht da wir sie eh nie sehen sondern immer nur die Waffe. Wer also Spiele wie Diablo mag in denen der Sammler und Jäger in uns angesprochen wird, der ist bei Borderlands durchaus richtig, wer das nicht hat, dem könnte das Spiel schnell zu langweilig werden.

Der Koop-Modus

Borderlands

Allerdings hat Borderlands eine ganz wichtige Besonderheit die es für viele wieder Interessant werden lassen könnte und zwar der Koop-Modus. Dort dürfen wir mit bis zu 3 anderen Spielern zusammen Pandora unsicher machen. Wir erledigen gemeinsam Quests, streifen durch die Level und hauen die Bosse zu Brei. Genau hier sieht man auch wieso es genau vier verschiedene Klassen gibt, so kann im Koopmodus jeder Spieler eine Rolle übernehmen die zu ihm passt. Brick, der Berserker, dient als klassischer »Tank«, also als Frontkämpfer, während der Soldat die Gruppe mit seinem Geschützturm unterstützt und heilt (die richtigen Upgrades vorausgesetzt) und die anderen beiden Schaden verursachen.

Borderlands schafft es hier dem Spieler angemessene stärkere Gegner auf den Hals zu hetzten, belohnt damit aber auch mit umso besseren Items. Schade das hier ein System fehlt was die Beute gerecht verteilt oder zumindest das Handeln mit den anderen Spielern erlaubt. Klasse aber ist das falls einer ihrer Gefährten einmal fallen sollte sie ihn einfach wiederbeleben können. Das fördert das Miteinander.

Fazit

Borderlands ist durchaus ein Spiel was Spaß macht, vor allem im Koop. Allerdings kommt es einem schnell so vor als hätte man alles schon einmal gemacht. Der Grafikstiel und das Szenario begeistern zwar zum Teil aber hier muss man sagen das in diesem Spiel eindeutig mehr drin gewesen wäre.

The Verdict

7.8Good

Außergewöhnliches Spiel, komplett Handgezeichnet

Nach Edna bricht aus kommt nun das zweite Adventure aus dem Hause Deadalic. Wieder alles Handgezeichnet und diesmal unglaublich schön inszeniert. The Whispered World erzählt eine sehr erwachsene Geschichte und das in einer atemberaubenden Welt.

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Wie in den meisten Fällen verheißen Prophezeiungen nichts Gutes, vor allem wenn sie von einem Orakel kommt welches einem sagt »Du wirst derjenige sein, der diese Welt zugrunde richtet!« Denn genau das wird zu unserem kleinen Clow Sadwick gesagt. Damit es aber erst gar nicht so weit kommt helfen wir dem kleinen melancholischen Clown das diese Prophezeiung nicht war wird. Dabei schafft The Whispered World es in die sehr großen Fußtapfen von Edna bricht aus zu treten welches von vielen Lesern verschiedener Seiten zum besten Adventure 2008 gewählt wurde.

Die Grafik: mehr als traumhaft!

Sobald man The Whispered World startet fallen einem gleich die wunderschönen von Handgezeichneten Hintergründe und Figuren auf. So etwas hat man schon sehr lange nicht gesehen. Das letzte Mal gab es so was bei Monky Island 3 und genau wie dort erwachen die Charaktere als animiert Comiczeichnungen zum Leben. Die komplette Welt ist detailreich und liebevoll gezeichnet, es wird eine komplette Palette an Farben aufgeführt die es schafft die Stimmung jederzeit wiederzugeben. Die zahlreichen Schauplätze wirken wie aus einem Märchenbuch und erzeugen eine stimmige und vollkommene Fantasy Welt die den Spieler einfach in seinen Bann zieht. Dabei bleibt immer die melancholische Grundstimmung erhalten. Dies hat aber auch leider seine Nachteile. Das Spiel läuft nur mit einer Auflösung von 1024×768 Bildpunkten. Besitzer größerer Bildschirme sollten das Spiel lieber im Fenstermodus Spielen. Allerdings muss man auch sagen dass die Atmosphäre des Spiels so eine Limitierung der Technik durchaus rechtfertigt.

Die Handlung:

Die Handlung ist genau so einzigartig wie die Grafik und genauso melancholisch wie Sadwick. Es ist eine außergewöhnliche Geschichte wie der junge Sadwick los zieht um die düstere Prophezeiung zu verhindern und dieseshow-gamepix,11747

fantastische Fantasiewelt zu retten. Während es in den meisten Spielen mit düsterer Atmosphäre ehr um Verschwörung geht schafft es The Whispered World viel ruhiger und erwachsener, gerade so wie ein flüsternder Märchenerzähler, uns durch seine Welt zu geleiten. Ein subtiler Humor der sich kunstvoll mit einer gerade zu kindlichen Naivität verwebt münden in ein trauriges Ende Dabei erinnert die Stimmung an erwachsene Anime-Filmklassiker wie Chihiros Reise ins Zauberland (2001, Regie: Hayao Miyazaki), die laut Deadalic eine Hauptinspirationsquelle für das Spiel waren.

Sehr gut lässt sich diese Stimmung auch an Sadwick, der Hauptfigur des Spiels, festmachen. Einerseits ist Sadwick ein junger Clown, der von seinem großen Bruder herumkommandiert und auch sonst von niemandem ernst genommen wird, andererseits besitzt er eine melancholisch-schwermütige Ader, die entfernt an den depressiven Roboter Marvin aus Per Anhalter durch die Galaxis erinnert. Dabei schafft Sadwick es genau wie Marvin diese schwermütige Ader perfekt für den Humor im Spiel zu nutzen, etwa wenn der junge Clown in einen See sieht und sagt: »Das Wasser sieht ausgesprochen trübe aus. Halt, nein … das ist nur mein Spiegelbild.« The Whispered World schafft es dabei zwar selten einen groß zum Lachen zu bringen, dafür schafft es das Spiel aber uns dauerhaft ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern.

Die Dialoge: Ironie pur

Eines der wichtigsten Herausstechungsmerkmale von The Whispered World sind sicherlich die durchweg sehr gut geschriebenen aber vor allem auch vertonten Dialoge. Die schaffen es durch ihre amüsante Art aber auch durch die Charakter selbst und wie diese ihre Sätze betonen einen riesen Teil zur gesamten Atmosphäre beizutragen. Man hat das Gefühl das jeder Charakter eine komplett eigene Persönlichkeit hat und diese spiegelt sich exzellent in der93659_800Vertonung der Dialoge wieder. So trifft Sadwick im Laufe seines Abenteuers zum Beispiel zwei Steine, die unbeweglich in der Sonne liegen und von dort aus die Welt erobern und versteinern wollen. Der dazugehörige Sprecher moduliert die witzigen Dialoge mit den beiden als eine Mischung aus Bernd das Brot und Pinky and the Brain. Perfekt! Untermalt wird das Ganze von einem traumhaften Soundtrack, der mit echten Instrumenten wie Klavier, Fagott oder Querflöte aufwartet. Wie schon bei der Grafik macht sich Deadalics Aufwand auch bei der Vertonung von The Whispered World mehr als bezahlt.

Die Rätsel: nicht von schlechten Eltern

Zum Glück hat Sadwick außer uns noch jemanden der ihm bei seiner schweren Aufgabe hilft. Die kleine grüne Raupe Spot ist sein einziger Freund. Aber Spot ist nicht einfach nur eine Raupe, der kleine Racker ist ein extrem flexibles Kerlchen was es schafft 5 verschiedene Formen und Zustände anzunehmen. Diese müssen wir aber erst im Laufe des Spiels nach und nach „freischalten“ oder besser gesagt errätseln. Wenn wir dies aber geschafft haben können wir jeder Zeit nach Belieben die Formen wählen um damit weitere Rätsel zu lösen oder Probleme aus dem Weg zu schaffen. The_Whispered_World_Test_110809_pcgames__1_

Wollen wir etwas anzünden, nehmen wir uns den feurigen Spot, brauchen wir aber ehr ein schweres Gewicht, nutzen wir den kugeligen Spot. Das ermöglicht sehr originelle Rätsel, deren Höhepunkte eine wahre Aufgabenvielfalt ist, in der wir ab und zu ausschließlich Spot steuern dürfen und auf seine unterschiedlichen Fähigkeiten zurückgreifen müssen.

Aber auch die Gewöhnlichen Rätsel haben uns immer wieder zum Grübeln gebracht. Mit Hilfe der an The Curse of Monkey Island angelehnten Maussteuerung kombinieren wir genretypisch Gegenstände. So müssen wir zum Beispiel zweimal im Spiel nach einer Zirkusanleitung aus den unterschiedlichsten Gegenständen eine Kanone improvisieren. Manche Rätsel sind ganz schön hart und deshalb, trotz der sehr praktischen optionalen Objektanzeige, für Adventure-Einsteiger manchmal ehr zu schwer. Den langjährigen Adventure Veteran freut das hingegen sichtlich.

Leider ist die Logik der Rätsel auch manchmal nicht so gut gelungen oder es gibt Rätsel in Form von Minnispielen die auch nicht immer sonderlich viel Spaß machen. Da heißt es dann einfach mal rumprobieren wenn das logische Denken einen nicht mehr weiter bringt. Insgesamt macht dieses Spiel aber einen ausgezeichneten Eindruck!

Fazit

The Whispered World ist ein Adventure was mich seit langer Zeit mal wieder richtig begeistert und gefesselt hat. Es schickt mich durch eine Stimmungsachterbahn wie es schon lange kein Spiel mehr geschafft hat. Immer wieder habe ich ein Lächeln auf dem Gesicht, werde nachdenklich, bin gerührt oder zeitweilig mal traurig. Dieses Spiel ist ein absolutes Meisterwerk der Adventure Kunst und schafft es in die großen Fußtapfen von Edna bricht aus oder anderen Spielen zu treten. Hier kann man nur sagen: Ein kleiner Clown der zu meinem absoluten Helden wird!

 

 

 

The Verdict

8.6Great

Das derzeit beste Comic-Spiel seit langem!

Der Test zu Batman: Arkham Asylum hat uns absolut begeistert: Rocksteady präsentiert hier das beste Comic-Computerspiel des bekannten Universums.

Wenn jemand wirklich beweisen will dass er absolut irre ist muss er einfach nur in ein Hochsicherheitsgefängniss einbrechen und genau dies tut der Joker, einer der wohl bekanntesten Erzfeinde von Batman. Im Actionspiel Batman: Arkham Asylum von Rocksteady lässt sich der gefährlichste Gangster Gothams in die geschlossene Abteilung einliefern, um anschließend den Nervenheil-Knast zu übernehmen.

Der Look:

Comiclook mag sicherlich nicht zu jedem Spiel passen und auch sicher nicht jeder Spieler mag diesen Look das Batman: Arkham Asylum aber genau alles richtig macht zeigt uns das Spielbare Intro. Gleich am Anfang liefern wir den Joker höchst persönlich in der Nervenanstalt ab und bewundern dabei eine wirklich schaurige Umgebung. Die Innsassen und die Nervenanstalt selbst zaubern sicher manchem Spieler eine Gänsehaut herbei. So stielvoll wurde Comic-Grafik schon lange nicht mehr eingesetzt.

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Der Unterschied zwischen dem Joker und Batman ist extrem auffällig, während unser Rächer ein muskelbepacktes Schwergewicht in Schwarz ist, ist der Joker eine dünne, schlaksige Figur mit einem zu großem Kopf und verwischter schminke, so sollten Comic Figuren aussehen! Man merkt sichtlich das sich Batman: Arkham Asylum an seinen Comicvorlagen orientiert und zum Teil vielleicht auch an den Tim Burten Filmen.

Genauso sollte halt ein Batman Spiel aussehen. Die Unreal Engin macht ihren Job hier perfekt und ist durch ihre eh schon leicht künstlichen Look wie geschafften für das Spiel.

 

Das Kampsystem

Das Kampsystem wirkt zuerst vielleicht ein bisschen rudimentär, man muss nur auf die Angriffstaste drücken und Batman macht die Arbeit von alleine. Es ist aber nicht so das unser Dunkler Ritter hier einfach nur mit seinen beiden Fäusten um sich haut, er setzt gezielt auch seine Füße, Ellenbogen und Knie im Kampf ein. Umso mehr Treffer wir Landen, umso mehr Erfahrungspunkte springen dabei am Ende des Kampfes für uns raus. Mit diesen schalten wir neue Kampftechniken frei, besonders ist hierbei aber auch das wir nach dem Kampf geheilt werden, d.h. wer gut Kämpft kann sich gleich in den nächsten Kampf wieder stürzen. Denn erst wenn der letzte Gegner besiegt ist fängt Batman an sich langsam zu regenerieren.

Nach einiger Spielzeit werden die Kämpfe aber auch deutlich kniffliger. show-gamepix,10498Blau schimmernde Feinde müssen Sie mit einem zweiten Schlag der Angriffstaste abwehren. Die mit Messern bewaffneten Schurken sind die härtesten Standard-Widersacher, denen muss Batman mit einer dritten Taste zunächst seinen Umhang ins Gesicht schlagen, erst danach taumeln die Gegner benommen zurück und der Dunkle Ritter kann noch einmal nachsetzen. So entstehen anspruchsvolle und schick choreographierte Kämpfe.

Kameraführung

In Sachen Kameraführung benutzt Rocksteady ein ungewöhnliches System. Bei einer Klopperei steht Batman in der Bildschirmmitte, wie sich das gehört. Nach dem Ende des Kampfes gleitet die Kamera dann aber näher an unseren Helden heran und leicht nach rechts, so dass Batman stets in der linken Bildschirmhälfte steht. Das sorgt für eine sehr filmisch anmutende Inszenierung. Der fließende Wechsel zwischen den zahlreichen Zwischensequenzen in Spielgrafik sowie den vorgerenderten Videos und dem eigentlichen Spiel funktioniert ausgezeichnet, zu keinem Zeitpunkt werden Sie aus der dichten Atmosphäre von Batman: Arkham Asylum herausgerissen.

 

Das Leveldesign

Das Arkham Asylum besteht nicht nur aus schlichten Innenräumen mit Zellenblocks, hier hat Rocksteady eine dichte Atmothpäre geschaffen in denen sie einen ganzen Komplex gebaut haben. Er besteht aus mehreren einzelnen Gebäuden die alle völlig unterschiedlich sind. Ein paar hundert Meter neben dem gotisch angehauchten Herrenhaus mit prächtigen Lüstern und Bücherregalen steht zum Beispiel das Gewächshaus im Jugendstil, das eine ganz andere Stimmung verbreitet. Es ist Wunderschön, mit wie viel Liebe zum Detail Rocksteady das gesamte Anstaltsgelände modelliert hat. Außerdem sehen Sie allerorts, dass es hier einen Aufstand gegeben hat: Der Großsteil Arkhams ist verwüstet, überall liegen zerstörte Möbel und verletzte Wachen herum. Besitzer moderner Geforce-Grafikkarten freuen sich außerdem über schicke PhysX-Effekte, die lose Aktenblätter umherwirbeln lassen oder Spinnweben zu bewegten Objekten machen. Batman-Fans werden außerdem zahlreiche Details aus den Comics wiederfinden. Das lassen wir euch aber lieber selber entdecken.

Batmans Waffen

Wie man es von Batman gewöhnt ist, hat er natürlich eine Menge an technischem Spielzeug bei sich. Ganz oben ist dabei natürlich seine absolute Lieblingswaffe: Der Batarang. Mit AABatarang1 diesem kann Batman aber Gegner nur kurz niederstrecken oder im Falle von manchen Boss Gegnern sie verwirren. Am Ende muss Batman einfach typisch wieder seine Fäuste sprechen lassen. Mit gesammelten Erfahrungspunkten dürfen wir neue Batarangs freischalten. Der Schall-Batarang lockt Gegner an, der Mehrfach-Batarang streckt zwei oder gar drei Feinde gleichzeitig nieder, und den lenkbaren Batarang können wir in Zeitlupe fernsteuern. Wirklich nützlich sind die Dinger im Kampf zwar nicht, machen aber einen heiden Spaß und bringen Abwechslung ins Spiel.

Ausrüstung und KI

Im Laufe des Spiels erhalten wir, oder besser gesagt Batman mehr und mehr Ausrüstungsgegenstände wie zum Beispiel ein Kletterseil oder ein Hacking-Gerät, mit denen wir in neue Bereicheder Anstalt vordringen können oder Jokers Handlanger besser bekämpfen können.

Denn oft reicht simples Prügeln nicht: Nach und nach bewaffnen sich die Insassen mit Gewehren, ein Faustduell wäre jetzt Selbstmord. Deshalb müssen wir unser Vorgehen genau planen, in etwa so wie in den Hitman-Spielen. In Arkhams Krankenstation etwa patrouillieren mehrere Schurken um ein paar Geiseln. Wir erklimmen mit Batmans Wurfseil einen Wasserspeier hoch unter der Hallendecke, um uns einen Überblick zu verschaffen. Mit Hilfe unserer »Detektiv-Sicht« können wir alle Feinde in der näheren Umgebung erspähen, sogar durch Wände hindurch. Einige dieser Wände sind brüchig. Hier tragen wir Batmans Explosivgel auf, das auf Knopfdruck die Wand einreißt und alle Feinde im Wirkungsbereich ins Land der Träume schickt (Batman tötet nicht!). Als zwei der Spitzbuben genau neben der präparierten Wand stehen, betätigen wir den Auslöser — rums! Zwei Mann am Boden. Während der Joker über die Lautsprecheranlage Anweisungen bellt, sehen die übrigen Gegner nach, was los ist.

Die KI wirkt dabei sehr überzeugend: Findet einer eins von Batmans Opfern, ruft er seine Kameraden herbei. Die stehen dann um den bewusstlosen Kollegen herum, versuchen noch, ihn wieder aufzupäppeln, und gehen anschließend wieder auf die Suche nach Batman. Das wirkt sehr stimmig, allerdings beschränken sich die Fähigkeiten der Joker-Gehilfen auf genau diese Arbeitsroutine. Große Verfolgungsjagden dürfen Sie nicht erwarten, und sobald Batman zwei, dreimal von Wasserspeier zu Wasserspeier springt, verlieren die Gegner ihn wieder aus den Augen.

 

Bat-Panik

Als sich die Lage wieder etwas beruhigt hat (der Detektiv-Modus zeigt sogar den Herzschlag der Spielfiguren und damit ihre Nervosität an), knöpfen wir uns aus dem Schatten heraus den nächsten Gegner vor: Unsere Batclaw, eine Greifkralle an einem Seil, bohrt sich in die Jacke des Ganoven, wir ziehen ihn kurzerhand über ein Geländer in die (nicht tödliche) Tiefe. Der letzte verbleibende Joker-Geselle bricht in Panik aus, schreit herum, schießt hier und da auf bewegliche Objekte in der Spielwelt, zum Beispiel zischende Dampfventile, und kauert sich schließlich genau unter unseren Wasserspeier. Mit einem Upgrade haben wir uns die Fähigkeit erkauft, Gegner unter uns zu schnappen und geräuschlos an einem Seil zu uns in die Dunkelheit zu ziehen. Genau das machen wir jetzt. Die Krankenstation ist ist nun frei von Gegner, die Geiseln sind in Sicherheit, und wir hatten eine Menge Spaß mit Batman: Arkham Asylum. Perfekt!

Fazit:

Auch wenn ich als Kind Batman schon immer gerne gesehen habe bin ich sicherlich kein richtiger Fan. Allerdings muss ich sagen das mir dieses Spiel einfach einen heiden Spaß gemacht hat. Das ganze Prügeln, das nachdenken, zum Teil wie in Hitman, die absolut tolle Inszenierung. Dieses Spiel ist es absolut Wert gespielt zu werden. Wer ein gutes Action Spiel mit sehr guter Atmosphäre will ist hier sicher gut beraten. Für Batman-Fans ist dieses Spiel sowieso ein Pflichtkauf!

The Verdict

8.7Great