RimWorld (0.0.245) in der Vorschau

RimWorld (0.0.245) in der Vorschau

Rim_top

Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr … ja welches Jahr schreiben wir eigentlich? Das spielt derzeit keine Rolle.

Wichtig ist nur, dass wir eine zusammengewürfelte Zweckgemeinschaft sind, die unter allen Umständen zu einer perfekt organisierten Kolonie werden muss. Wir landen mit einem bunten Haufen Kolonisten auf einem weit entfernten Planeten. Leider sind wir keine professionellen Siedler, sondern Menschen die in ihrem bisherigem Leben ganz normalen Berufen wie Buchhalter, Hausfrau, Koch oder Journalist nachgegangen sind. Wir beginnen unser Abenteuer auf einem fremden Planeten mit drei Überlebenden.

Die Anzahl unserer Kolonisten lässt sich durch Immigranten, gerettete Gestrandete oder Sklavenhändler erweitern. Es dürfen sich auch gerne gefangengenommene und durch nettes Zureden oder angewandter Gewalt überzeugte Weltraumpiraten anschließen. Dadurch ergibt sich im Spielverlauf eine einzigartige Kolonie mit allerlei Vor- und Nachteilen.

 RimWorld_screenshot1

Kolonisten, die machen was sie wollen

RimWorld_screenshot2

Jeder Kolonist besitzt einen Fertigkeitsbaum. Die anfangs spärlich gesäten Punkten werden im Spielverlauf nach ausgeführter Arbeit erweitert. Logischerweise schicken wir unseren Minenarbeiter sofort zum nächsten Berg und lassen ihn dort Eisen abbauen, welches als Baurohstoff dient. Weitere erwähnenswerte Spezialisierungen sind: Konstrukteur, Farmer, Forscher, Schusswaffenspezialist, Nahkampfwaffenspezialist sowie soziale Fähigkeiten. Der Koch, Mediziner, Künstler und Handwerker sollen in späteren Versionen verfügbar sein.

Sogenannte Traits sind zwar ganz lustig (unserem Farmer Bob fehlt ein Auge oder die 63 jährige Hilma hatte eine Schönheitsoperation), haben aber derzeit noch keinen Einfluss auf das Spielgeschehen. Wichtig ist die körperlichen und geistigen Bedürfnisse unserer Siedler ständig zu befriedigen. Dies hundertprozentig zu bewerkstelligen erweist sich häufig als sehr knifflig. Negativen Einfluss haben hier zum Beispiel Hunger, Dunkelheit, unschöne Umgebung oder die Sichtung eines herumliegenden Leichnams. Abhilfe schafft ständig genügend Essen und Beleuchtung  zu haben, Blumen, die die Umgebung aufhübschen, sowie im Vorfeld ausgehobene Gräber um sich den Dahingeschiedenen zu entledigen. Man möchte auf keinen Fall einen Nervenzusammenbruch unserer Siedler riskieren, da diese dann unsere Kolonie verlassen, Einrichtungsgegenstände mutwillig zerstören oder im schlimmsten Fall Amok laufen.

 Erst denken, dann bauen

RimWorld_screenshot3Durch den vorhandenen Tag-Nachtzyklus müssen wir uns zweimal überlegen was, wo und wie wir unsere Basis ausbauen. Tagsüber sind wir mit unseren Solarzellen zwar ausreichend mit Energie versorgt und unsere Batterien werden aufgeladen, doch was passiert wenn letztgenannte den Geist aufgeben und explodieren? Lohnt sich hier vielleicht eher die Stromversorgung mit Thermalenergie, die jedoch teuer in der Anschaffung ist und weit entfernt von unserem Stützpunkt liegt? Durch eine Farm lassen sich Kartoffeln anbauen die unsere Siedler mit Nahrung versorgen. Leider wachsen diese nur am Tag. Eine 800 Watt Pflanzenzuchtlampe würde Abhilfe schaffen, zieht aber unheimlich an unseren Energiereserven. Hier heißt es ausprobieren, bis man den richtigen Mittelweg gefunden hat. Keine Weltraumkolonie ohne Forschungseinrichtung. In dieser lassen sich unsere zur Verteidigung aufgestellten Geschütztürme verbessern, Minenarbeiter bekommen kleine Sprengsätze zu ihrer Verfügung gestellt um Felsen schneller abzubauen oder wir beschenken unsere gesamten Kolonisten mit einem hübschen Teppich, der für eine Wohlfühl-Atmosphäre sorgt. Bevorzugt lassen wir unseren Siedler mit den höchsten Forschungspunkten ans Werk gehen, da dieser natürlich prädestiniert dafür ist.

 

Kampf? Aber bitte mit Taktik RimWorld_screenshot4

Obwohl es sich bei RimWorld auf um ein Simulations-Strategiespiel handelt, haben die Entwickler viel Zeit und Arbeit in die taktische Kampfführung investiert. Unsere Siedler und angreifende Weltraumpiraten nehmen Deckung hinter halbhohen Sandsackbarrieren, es gibt einen ausgeklügelten Trefferchance-Algorithmus und sogar viele verschiedene Waffen mit unterschiedlichen Eigenschaften, mit denen sich unsere Kolonisten verteidigen können.

Inspiration von Prison Architect

RimWorld ist im 2D-Look gehalten und ähnelt dem Indie-Game Prison Architect in einigen Punkten, von dem sich der Entwickler hat inspirieren lassen. Unsere getestete Version beinhaltet noch keinerlei Musik und die Soundeffekte dürfen gerne noch überarbeitet und erweitert werden. Der sogenannte Kodex dient der Erklärung von Spielelementen und kann als Übersicht verwendet werden, falls man einige Gameplay-Funktionen nicht auf Anhieb versteht.

Fazit

Das Kickstarter-Project von RimWorld endet Ende Oktober 2013 und kann mit einem gesetzten Ziel von 20.000 Dollar bereits jetzt über 220.000 Dollar verbuchen. Ein toller Erfolg wie wir finden. Außerdem wurde Mitte Oktober 2013 das Steam Greenlight vergeben. In Zukunft sind laut Entwickler Versionen für Windows, Mac und Linux geplant. Wir freuen uns auf einen spannenden und manchmal schwer zu beherrschenden Weltraum-Strategie-Simulationstitel. Obwohl sich das Spiel noch in einer sehr frühen Alpha Phase befindet kann es durch sein Konzept und die liebevoll gestalteten Stiel schon jetzt Überzeugen.

RimWorld_screenshot5

RimWorld Kickstarter

RimWorld Steam

 

 

The Verdict

7.5Good

Leave a comment