Reus im Test

Reus im Test

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Einfach mal wieder Gott spielen – Reus (dt. Riesen/Giganten) schafft dies auf eine wunderschöne Art und Weise.

 

Reus_3In Reus geht es in erste Linie um das Formen von Landschaften und das Erschaffen von Leben, aber auch um die Gier der Menschen. Wir übernehmen die Kontrolle von Mutter Natur und stampfen unser eigenes Utopia für die Menschheit aus dem Boden. Die Inspiration von Populous, Black & White und Civilization ist klar zu erkennen und wurde vom Entwickler Abbey Games auch so bestätigt.

4 Giganten für einen Planeten

Die Level unterscheiden sich nur durch eine Zeitbegrenzung die wir bei Spielstart auswählen. Zu Beginn steht uns nur eine 30-minütige Ära zur Auswahl. Später, sind nach Freischaltung, dann auch 60- und 120 Spielminuten auswählbar. In dem sogenannten Endlosspiel, können wir nichts freischalten. Es beinhaltet aber auch, wie der Name schon sagt, keine Zeitbegrenzung. Jeder Level beginnt auf einem tristen Planeten auf dem keinerlei Leben existiert. Sofort stehen uns die vier Giganten zur Verfügung, die wir nun steuern dürfen, um Landschaften zu kreieren und diese mit natürlichen Ressourcenquellen zu bestücken. Der Ozeangigant kann Ozeane und domestizierte Tiere erschaffen. Ein Ozean wird benötigt um Wälder und Sümpfe zu generieren. Der Ständig grinsende Waldgigant erschafft Wälder und Fruchtpflanzen. Er ist der schnellste aller Giganten, besitzt allerdings keine Offensive-Fähigkeiten. Der Berggigant erschafft Berge, Wüsten und Mineralien. Er ist der stärkste aber auch langsamste unseres Giganten-Quartetts. Last but not least – der immer etwas traurig wirkende Sumpfgigant. Er ist nicht sonderlich beliebt bei Reinigungskräften, punktet jedoch in Sachen Sumpfgenerierung und dem Aufstellen von Kräutern und exotischen Tieren. Mit seiner „Dreckbombe“ ist er bei allen aufmüpfigen Menschen gefürchtet.

Reus_2Aufbau mit Verstand

Wir müssen besonders auf die unterschiedlichen Symbiosen achten, die uns das Spiel vorgibt, wodurch wir mehr Nahrung, Reichtum und Technikpunkte bekommen. Diese sind wichtig, damit sich Nomaden in unserem Gebiet ansiedeln und ihr Dorf mit sogenannten Projekten aufrüsten. Kurzes witziges Beispiel gefällig? Was geht eine besonders gute Symbiose mit einem Kaninchenbau ein? Richtig – noch ein Kaninchenbau direkt daneben. Beide Patches, so heißen die kleinen, eingeteilten Felder der Landschaft, produzieren so besonders viel Nahrung.

Die alte Geschichte der Gier

Wie bereits erwähnt, versuchen wir unsere kleinen Sumpf-, Wüsten- oder Waldsiedlungen möglichst glücklich zu machen, indem wir ihre gestarteten Projekt, in Form von Getreidespeichern, Kirchen oder Altären, zu unterstützen. Hier ist jedoch Vorsicht geboten. Menschen werden sehr schnell gierig, wenn wir ihnen als Gott zu viel unter die Arme greifen. Ab einer gewissen Grenze, die wir ständig im Blick behalten sollen, fangen sie an ihre Nachbargemeinden oder sogar unsere Giganten zu attackieren. Dies kann schnell in einem Massaker für eines der Dörfer enden und wir erreichen so eventuell unser Spielziel nicht mehr.

Der kleine Freund für den großen Riesen

Nach Fertigstellung eines Projekts, steht uns ein Botschafter des jeweiligen Dorfes zur Verfügung und wir wählen einen unserer Riesen aus, diesen huckepack auf die Schulter zu nehmen. Jetzt steht unserem gewählten Riesen ein neuer Aspekt zur Verfügung, der Transmutationen auf Tieren, Pflanzen oder Mineralien freischaltet. So können wir zum Beispiel unsere zuvor platzierten Hühner zu einem Biberstamm transmutieren und mit einem weiteren Aspekt sogar zu einer Büffelherde. Dies ist auch notwendig, da die Projekte unserer Dörfer immer mehr Ressourcen benötigen und Platz und Landesgrenzen nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen. Hier heißt es öfter mal die Leertaste zu drücken, um das Spiel in einen Pausenmodus zu bringen und unseren benötigten Ressourcen und Symbiosen zu studieren.

Die Wohlstandsleiste ist die Summe, unserer benutzten Anzahl von Nahrungs-, Technologie-, sowie Reichtumspunkten. Sie gilt als Indikator, wie erfolgreich unsere Siedlungen sind und bei vollständig gefüllter Leiste werden sich uns neue Nomaden anschließen und auf freier Fläche ein neues Dorf gründen.

Reus_1Auch als Gott kann man nicht alles haben

In jeder Runde legen wir uns selber 3 Ziele die wir erreichen wollen. Durch das Erreichen von Zielen schalten wir weitere Gebäude, Pflanzen und Ressourcen frei. Obwohl wir nur 3 Ziele festlegen können ist es uns aber trotzdem erlaubt in einer Runde so viele Ziele wie möglich frei zu schalten. So schreiten wir nach und nach in der Ära voran. Da wir keinen Einfluss darauf haben welche Gebäude unsere Siedler anlegen, spielt sich fast jede Runde anders. Gerade durch die neuen oder erweiterten Freischaltungen in den späteren Ären lohnt sich auch ein Spiel über 120 Minuten da man nie voraussehen kann was passiert und wie weit sich unsere Siedler mit unserer Hilfe entwickeln.

Fazit

Reus erschien am 16. Mai 2013 und konnte uns mit wunderschönen 2D-Grafiken überzeugen. Die tollen, dynamischen Soundeffekte sowie ruhigen und stimmigen Musikstücke schaffen eine Wohlfühlatmosphäre, die uns mit einigen Stunden Spielspaß durch die kalten Wintermonate begleiten. Die Spielmechanik ist fesselnd, schnell zu verstehen, jedoch keineswegs einfach zu Meistern. Reus ist derzeit auf gog.com, desura.com sowie per Steam für 9,99 Euro zu erstehen. Die Entwickler bieten momentan nur eine Windows-Version an. Andere Plattformen sollen demnächst unterstützt werden. Leider ist Reus zurzeit nicht in Deutsch zu erhalten, die Entwickler arbeiten aber auch hier an einer Lokalisierung. Wir können eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

Reus auf Steam

Reus auf Desura.com

Reus auf Gog.com

 

The Verdict

8.5Great

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