Need for Speed im Test

Need for Speed im Test

Ist das neue Need for Speed ein guter Nachfolger für das über alles geliebte Underground oder bleibt es hinter den Erwartungen zurück? Das Beantworte ich euch in diesem Test.

Wenn ihr Arcade Racer liebt, Tuning euer Ding ist und ihr kein Problem mit einer dauerhaften Internetverbindung habt, dann könnte das neue Need for Speed wirklich etwas für euch sein. Aber Vorwarnung! Der neuste Ableger der Reihe spielt nur bei Nacht und obwohl EA und Ghost Games versuchen eine Story über die Bühne zu bringen will dies nicht wirklich gelingen. Wie auch schon in früheren Teilen wird hier wieder auf echte Schauspieler zurückgegriffen, durch die Ego-Perspektive fühlen wir uns auch wirklich wie mitten im Geschehen, nur leider sind die Dialoge meinst nicht gut gemacht und die eigentliche Szene lädt zum Fremdschämen ein.

Wir starten als kleiner unbekannter Racer in einer Grafisch wirklich beeindruckenden Stadt, die Straßen spiegeln das Licht der Häuser und Laternen wieder, alles glänzt leicht als hätte es gerade erst geregnet. „Geile Karre, Mann!“, ruft mir einer zu. Jungspund Spike lehnt sich durch das Autofenster. Er legt mir eine angesagte Location nahe, wo ich weitere Auto- und Tuning-Enthusiasten treffe. Ich muss ihn ja mit meinem Drift beeindruckt haben. Am Ort der Freude angekommen, lerne ich die anderen Rennfahrer kennen: Manu, Amy, Travis und wie sie nicht alle heißen. Sie nehmen mich in ihre Gemeinschaft auf. Ich gehöre jetzt zur „Klicke“, unsere Leidenschaft: schnelle Autos, Straßenrennen und coole Drifts. So weit so gut. Klar ist es ein bisschen komisch das die Eingeschworene Gemeinschaft von Rasern einfach einen fremden aufnimmt, aber das soll uns nicht weiter stören.

Was einen Stört ist das die eigentlich schöne Idee den Spieler durch echte Schauspieler in die Welt zu intrigieren durch extrem schlecht geschriebene Texte kaputt gemacht wird. Dazu kann die Crew einem zum Teil wirklich auf die Nerven gehen, auch wenn sie nur untereinander etwas besprechen werden wir immer dazu geschaltet, bleiben aber im ganzen Spiel stumm…

Wo das Spiel aber wieder Punktet ist das eigentliche Kernelement. Das Fahrverhalten von Need for Speed ist so, wie es bei Need for Speed meist ist: einfach und eingängig – nicht realistisch. Die Rennen machen einfach Spaß. Leider kann hier, gerade bei schweren Rennen, die Gummiband KI einen wirklich zum Aufregen bringen. Während die anderen Fahrer kaum loszuwerden sind hat man bei der Polizei das Gefühl das hier alle einfach nur ihre Ruhe haben wollen.

Ein Kritikpunkt ist auch die fehlende Cockpit-Kamera, dafür können wir unsere Wagen aber sonst Designen wie es uns beliebt. An die Teile kommen wir aber nicht nur mit Geld, ohne Ruf läuft hier nichts. Diesen verdienen wir uns durch Rennen oder wenn wir uns mit der Polizei anlegen. Außerdem gibt es überall auf der Karte etwas zu tun oder zu finden.

In der Spielwelt treten immer wieder andere Spieler eurer Partie bei. Ihr befindet ihr euch also stets in einer Multiplayer-Umgebung. Doch nur dafür einen Onlinezwang einzubauen ist unserer Meinung nach unnötig.

Fazit:

Wer einen anständigen Arcade-Racer haben will der ist bei Need for Speed sicher nicht schlecht beraten, gerade wenn man über die kleineren Schnitzer hinweg sehen kann. Wer allerdings eine Simulation sucht, sollte sich trotz vieler Einstellmöglichkeiten lieber anderweitig umsehen.

 

 

The Verdict

7.5Good

Leave a comment