Monster Hunter 3 Ultimate im Test

Monster Hunter 3 Ultimate im Test

Monster Hunter Tri ist ja schon einige Zeit auf dem Markt. Jetzt ist die erweiterte Neuauflage draußen und trumpft mit einem Ultimate im Namen auf. Es gibt mehr Monster, Quests, Ausrüstungsgegenstände, Waffen und Gebiete. Aber ist das alles einen Kauf Wert wenn man Tri schon hat?

1_WiiU_MonsterHunter 3 Ultimate_Screenshots_01In Monster Hunter 3 Ultimate starten wir in dem kleinen Fischerdörfchen Moga. Eigentlich ist das Dorf ganz beschaulich und ruhig, aber es wird immer wieder von Erdbeben geplagt und die Flotte des Dorfes hat untern den Angriffen des Lagiacrus, einem Seemonster, zu leiden. Das Dorf Moga ist der Hauptort des geschehens wenn ihr nicht auf der Jagd seid. Hier findet man alles was das Jägerherz begehrt. Wir haben eine eigene Hütte, es gibt einen Schmied bei dem wir uns Waffen und Rüstungen aus gefundenen Monsterteilen basteln können und diese auch Aufwerten. Auf der kleinen Farm können wir so ziemlich alles Anpflanzen lassen was wichtig ist, die Frau vom Fischmarkt lässt uns ihre Flotte aussenden um Sachen ranzuschaffen. Direkt am Markt können wir auch noch Hilfsmittel Kaufen, uns beim Koch mit Essen vollstopfen welches unsere Werte steigert oder mit einem Kapitän handeln der Seltene Waren anbietet. Wenn wir mal zu viel auf Tasche haben begeben wir uns in unsere Hütte und füllen unsere Truhe damit. Außerdem ist auf dem Dorfplatz unsere Verbindung zur Gilde und damit auch zu unseren Aufträgen.

Die Tägliche Monsterhaz

3_N3DS_MonsterHunterUnlimited_Screenshots_01Unsere Kontaktperson von der Jägergilde vermittelt uns am Questschalter unsere Aufträge. Die ersten Aufträge sollen uns vor allem in Spiel einführen und das tun sie auch sehr gut. Außerdem hat man eine gute Einführung bei Monster Hunter dringend nötig.  Vor allem die Überlebenstipps die uns gegeben werden können wir dringend brauchen denn Monster Hunter geizt nicht mit Hindernissen. Monster Hunter 3 Ultimate macht es hier deutlich besser als seine Vorgänger die mit den Einführungen doch etwas gespart haben. Trotzdem benötigt das Spiel einiges an Einarbeitungszeit und gerade die Steuerung auf dem 3DS ist durch das Fehlen eines zweiten Sticks deutlich schwerer. Die Anfangsaufgaben sind nicht sehr spannend, vor allem sammeln wir Gegenstände für die Dorfbewohner und töten kleine Monster. Bis das erste größere Monster auf uns zu kommt vergeht schon eine Weile.

Die Ausrüstung macht den Jäger

Ein großer Unterschied zwischen Monster Hunter und anderen Spielen war schon immer das wir durch unsere Ausrüstung besser geworden sind und nicht durch Level aufstiege. Daher ist es immer wichtig sich um seine Rüstung und Waffen zu kümmern, regelmäßig bessere herzustellen und die aktuelle immer aufzuwerten. Dazu häufen wir ohne Ende Materialen auf unseren Streifzügen durch die Welt von Monster Hunter ein, sei es auf den Quests oder beim freien Durchstreifen der Gegend.

8_N3DS_MonsterHunter3Ultimate_Screenshots_40Wir können uns als Fernkämpfer mit Bogen oder Armbrust durch die Gegner schießen oder als Nahkämpfer mit Großschwertern, Messer und Schild, Doppelklingen, Katanas oder Lanzen. Das Spiel lässt uns hier die freie Auswahl und wir können auch immer nach Belieben wechseln. Am Anfang stellt uns Monster Hunter 3 Ultimate von jeder Waffe ein Exemplar zur Verfügung, so können wir in Ruhe testen was uns am meisten liegt.

Wichtig ist das die schärfe der Waffen mit dem Kämpfen nach und nach abnimmt. Wenn sie zu weit singt kommen wir nicht mehr durch die Panzerung großer Monster durch. In diesem Moment hilft nur noch ein Wetzstein um unserer Waffe wieder neue Schärfe zu verleihen. Außerdem ist bei der Herstellung der Waffen immer darauf zu achten ob wir Elementareffekte auf der Waffe haben. Diese bekommen wir durch das Benutzen verschiedener Materialen von Monstern. Manche Monster sind nämlich empfindlich gegenüber Feuer, Wasser, Donner oder Eis, so können wir uns unsere Kämpfe erleichtern.

Die Rüstungen und Waffen machen neben dem Töten immer größerer Monster die meiste Motivation aus. Die Rüstungen und Waffen sehen immer besser aus und es macht immer wieder Spaß an einem neuen Set zu arbeiten. Vor allem kann man nach der Fertigstellung oft richtig stolz sein da einige Materialen nicht leicht zu bekommen sind.

Zu viert auf Monsterjagt

6_N3DS_MonsterHunterUnlimited_Screenshots_11Monster Hunter 3 Ultimate bietet durch seinen online Coop Modus die Möglichkeit mit gleich 3 Freunden zusammen auf Monsterjagt zu gehen. Das macht nicht nur wesentlich mehr Spaß als alleine durch die Welt zu streifen sondern macht das Spiel auch eine ganze Ecke einfacher. Durch die Unterstützung der Mitspieler lassen sich die Monster deutlich schneller in ihre Einzelteile zerlegen was gerade bei den großen Monstern gegen Ende deutlich nerven sparen kann. Diese können schon mal, je nach Ausrüstung und Fähigkeiten des Spielers, mehr als eine halbe Stunde in Anspruch nehmen.

Bevor wir unsere Jagt starten können wir selber eine Quest vorschlagen oder schon in den Optionen nach einer Gruppe für eine spezielle Quest suchen. Zur Kommunikation verwenden wir entweder die Gesten, den Text Chat oder das eingebaute Mikrofon der Wii U. Außerdem können wir Bestzeiten die wir in der Arena erreicht haben mit unseren Freunden teilen und so für mehr Anreiz sorgen.

Die Arena ist ein Gebiet in dem wir Herausforderungen bestreiten und zwar nicht mit unserer eigenen Ausrüstung sondern mit vorgeschriebener Ausrüstung. Ein großer Nachteil der 3DS Version ist allerdings das man nicht ohne Wii U online spielen kann. Lokale Spiele sind allerdings möglich. Hier liegt viel verschenktes Potenzial für die 3DS Version, hoffentlich wird das bei Monster Hunter 4 anders.

Den Gegner ins Visier nehmen

2_N3DS_MonsterHunterUnlimited_Screenshots_13Durch einen einfachen Knopfdruck ist es endlich möglich die Gegner ins Visier zu nehmen. So hat man bei den schnellen Kämpfen nicht immer das Problem das man den Gegner aus den Augen verliert. Dies ist gerade in der 3DS Version auch zwingend notwendig da die Kamerasteuerung ohne Circle Pad Pro deutlich schwieriger ausfällt. Aber nach einiger Eingewöhnungszeit lässt sich auch das bewältigen. Leider können wir die Kamera nicht dauerhaft auf das Monster schalten sondern müssen sie immer wieder selber durch Knopfdruck ausrichten. Auch dann ist sie in vielen Momenten nicht optimal was Kleines nachjustieren unabdinglich macht.

Das Wii U Gamepad und der zweite Bildschirm des 3DS nutzen bei Monster Hunter 3 Ultimate leider nicht ihr volles Potenzial. Wir können uns zwar viele Informationen anzeigen lassen auch unser Inventar, allerdings sorgt das immer wieder dafür das wir unseren Blick von den Monster wenden müssen was schnell zu einem nicht beabsichtigen Ableben führen kann.

Einheitliche Grafik

4_N3DS_MonsterHunterUnlimited_Screenshots_02Die Grafik von Monster Hunter 3 Ultimate begeistert gerade durch die 3DS Funktion des 3DS sehr. Allerdings nur auf der Portablen Konsole. Auf der Wii U wäre deutlich mehr drin gewesen. Die an sich sehr schön gestaltete Umgebung wirkt durch verwaschene Texturen und zu wenig Polygone oft nicht so schön wie sie könnte, aber vor allem sehr Eckig. Bei jedem Gebietswechsel setzt uns das Spiel störende Ladebildschirme vor, das muss bei so kleinen Gebieten wirklich nicht mehr sein. Auch die Animationen wirken leider nicht so gut wie es möglich wäre.

Das alles macht das Spiel zwar nicht schlechter, ist aber Schade weil man sich schon dran stören kann. Man merkt einfach das Capcom seit Monster Hunter Freedom nicht viel getan hat. Bei der 3DS Version ist das ganze ok da hier die Systemanforderungen ganz andere sind, aber auf der Wii U hätte man sich mehr Mühe geben können. Monster Hunter 3 Ultimate gehört gerade auf dem 3DS ehr zu den grafisch besten Titeln die die Konsole zu bieten hat.

Monster Hunter 3 Ultimate macht zwar noch immer genau so viel Spaß wie seine Vorgänger, hätte aber durchaus eine kleine Aufhübschung vertragen können.

Fazit

9_N3DS_MonsterHunter3Ultimate_Screenshots_43Monster Hunter 3 Ultimate macht riesigen Spaß und bietet sehr viel Spielzeit wenn man sich davon begeistern lassen kann immer bessere Ausrüstung zusammen zu tragen und gegen immer größere Monster zu Kämpfen. Auch die extra Aufgaben im Dorf Motivieren da man die Farm und die Flotte gerne weiter ausbauen will. Die Gebiete sind abwechslungsreich und die Kämpfe fordernd. Trotzdem wünsche ich mir bei Monster Hunter 4 endlich eine richtige offene Spielwelt in der ich mehr erkunden kann. Außerdem wäre es schön wenn die Quests mehr an Bedeutung gewinnen und nicht einfach nur da sind um neue Monster und Gebiete einzuführen. Mit Dragons Dogma hat Capcom gezeigt was sie können, hoffentlich zeigen sie bei Monster Hunter 4 dass sie dieses Potenzial auf alle ihre Spiele übertragen können.

 

The Verdict

8.3Great

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