Faeria (Beta) im Test

Faeria (Beta) im Test

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Faeria; ein rundenbasiertes Mehrspieler-Strategie-Kartenspiel, vereint Kartendecks, das Ausbauen eines Hexagon-Spielbretts sowie das Verwalten von knappen Ressourcen. Bisher nur als Flash-Version im Browser spielbar, soll laut des Entwicklers in Zukunft eine Standalone-Version für Windows, OS X sowie iOS und Android erscheinen.

faeria-quests

Wir haben die Möglichkeit, nach erfolgreichem Login, uns in verschiedenen Chatkanäle mit Freunden und Gleichgesinnten zu unterhalten, das Achievement zu durchstöbern oder uns in der Bibliothek unsere Kartendecks zusammen zu basteln. Für sogenanntes Memoria, welches wir nach einem Spiel erhalten, können wir Kartenpacks in unterschiedlicher Qualität kaufen und so unsere Bibliothek mit immer mehr Karten aufstocken. Die Entwickler haben uns bisher vier kleine Questlevel bereit gestellt, die den Einstieg ins Spiel erleichtern. Wir können Freunde zu unranked Scharmützel einladen, mit selbigen Karten tauschen oder uns direkt ins Ranked-System stürzen und versuchen die Weltherrschaft an uns zu reißen.

Schützt den Orb

Sobald wir den Play-Button gedrückt haben und uns das Spiel einen passenden Gegner rausgesucht hat, sehen wir das Spielfeld. Dies ist in Hexagonfelder eingeteilt und man besitzt zu Beginn nur ein bebautes Feld mit unserem Orb. Der Rest der Karte besteht aus Wasserfeldern. Der Orb zeigt unsere derzeitigen Lebenspunkte – sinken diese auf null, haben wir das Spiel verloren. Damit sei auch schon das Hauptziel des Spiels genannt. Jede Runde beginnt damit, dass wir drei Aktionspunkte gutgeschrieben bekommen, die am Ende unserer Runde ausgegeben werden müssen. Diese AP können wir in unterschiedliche Aktionen investieren. Hier ein kurzer Überblick über alle Aktionen:

Karte ziehen

+1 Gold

Prärie bauen

Prärie mit Gebirge, Wüste, See oder Wald bebauen

f_3Viele taktische Möglichkeiten

Unsere Starthand besteht aus vier Karten. Maximal sieben Karten können gleichzeitig in der Hand gehalten werden. Für jede weitere die wir ziehen, müssen wir eine andere auf unseren Friedhof ablegen. Um unsere Karten überhaupt ausspielen zu können, benötigen wir eine gewisse Anzahl an Ressourcen. Diese sind Gold und Faeria. Ein Gold bekommen wir zu Beginn unserer Runde und für weitere können wir AP aufwenden. Bei Faeria ist dies nicht so einfach gehalten. Dieses müssen wir nämlich an bestimmten Punkten auf der Karte einsammeln. Hier heißt es oft, schnell sein und den Gegner nicht an sein Faeria-Vorkommen ran zu lassen, beziehungsweise dies vor ihm einzusammeln. Maximal drei Faeria liegen auf den Vorkommen und jede dritte Runde respawnt ein Neues. Die Vorkommen selber, bleiben immer am selben Punkt. Durch das AP-System besteht die Möglichkeit pro Runde also zusätzliche drei Gold zu bekommen oder drei neue Karten zu ziehen. Der Ausbau von Präriefeldern und bebauen der Selbigen ist auf einmal pro Runde begrenzt.

f_1Die „Farben“

Warum gibt es überhaupt die Möglichkeit, Präriefelder mit unterschiedlichen Landschaftsarten zu bebauen? Nun in Faeria gibt es fünf „Spielfarben“. Die neutralen Menschen benötigen kein besonderes Geländegebiet um ausgespielt zu werden und kosten nur Gold. Einheiten der Farbe Blau benötigen meist eine gewisse Anzahl an Seen auf dem Spielbrett und können teilweise auch nur auf solch einem ausgespielt werden. Dafür besitzen sie manchmal die positive Eigenschaft, sich über Wasser bewegen zu können, allerdings nur über Wasserfeld. Das heißt Präriefelder müssen erst mit einem See bebaut werden. Die Farbe Grün repräsentiert das Waldvolk. Sie besitzen die positive Eigenschaft auf Waldfeldern besonders stark zu sein und haben einige Kreaturen, die nicht nur der gegnerischen Einheit, sondern auch gleichzeitig dem Orb Schaden zufügen. Das gelbe Wüstenvolk ist sehr mobil und besitzt viele Kreaturen die fliegen und sich somit auch über Wasser- und jegliche Art von Landfeldern bewegen können. Die Farbe Rot repräsentiert das Bergvolk. Dieses setzt verstärkt auf Gebäude, die sich nicht bewegen lassen und hat viele Kreaturen, die gegnerische Landflächen bei Bewegungen einnimmt.

f_2Schnelldenker gefragt

In Faeria wechselt nach jeder Runde die Tageszeit zwischen Morgens, Abends und Nachts. Einige Kreaturen ziehen Vor- beziehungsweise Nachteile daraus. Jeden Morgen spawnt ein neues Faeria an den vier Vorkommen. Desweiteren ist der Zeitablauf zu erwähnen. Diesen kann man sich im Prinzip her wie beim Schach vorstellen. Beide Parteien haben maximal 1:30 Minuten Zeit für ihren Zug. Im ganzen Spiel insgesamt 20 Minuten. Nach Ablauf dieser Zeit bekommt der eigene Orb einen Schadenspunkt, in der zweiten zwei und so weiter. Damit begrenzt sich die maximale Spielzeit pro Runde auf etwa eine Stunde.

Aller Anfang ist schwer

Während unseres Beta-Tests kam es vermehrt zu Abstürzen, woraufhin wir uns wieder neu einloggen mussten und ins Spiel zurückkehrten. Die Entwickler verwiesen darauf den Google Chrome Browser zu nutzen, was die Abstürze zwar minimierte, aber nicht ganz beseitigte. Es gibt derzeit nur ein Spielfeld und dieses ist so klein, dass es Spielern mit sogenannten „Rush-Decks“ ermöglicht wird , die Runde innerhalb weniger Züge zu gewinnen. Das ist oft frustrierend. Durch den Kauf von Kartenpacks mit Memoria-Punkten haben wir nach einiger Zeit ziemlich viele Karten doppelt und dreifach. Hier greift das Tauschsystem, in dem wir mit unseren Tauschpartner vorschlagen, welche Karten wir aus seinem Sortiment gerne hätten und welche er dafür nehmen würde. Das Problem hierbei ist nur, dass wir die schlechtesten Karten nach einiger Zeit acht-, neun- oder sogar zehnmal besitzen und sie nie wieder loswerden. Ein System mit dem wir unsere Karten für Memoria zerlegen könnten, wäre vorteilhaft. Außerdem muss noch stark am Balancing der Karten gearbeitet werden. Viele Karten die sich „Legendär“ schimpfen sind es keineswegs und der Frust beim Öffnen eines teuren Kartenpacks ist oft groß, erhöht aber auch die Langzeitmotivation.

Fazit

Faeria kann mit einer stimmigen Musikkulisse aufwarten und hat eine sehr schöne 2D-Grafik mit viel Liebe zum Detail. Einige Karten sind noch mit Platzhaltern versehen, die Karten, die bereits fertig erstellt sind, sehen allerdings sehr gut aus. Durch den zusätzlichen Länderbau, kommt es bei Faeria immer wieder zu ganz unterschiedlichen Spielvarianten, obwohl man seit zehn Runden mit dem gleichen Deck spielt. Das hat uns besonders gut gefallen. Wir können euch die Beta ans Herz legen, um einmal in die Faeria-Welt hinein zu schnuppern. Für 20 Dollar gibt es einen Zugang zum Spiel bis Juni 2014. Danach kann ein Update für die Vollversion für 15 Dollar gekauft werden beziehungsweise ihr investiert direkt 30 Dollar und erhaltet Zugang zur Beta und der Vollversion.

Offizielle Faeria-Homepage

Faeria auf Kickstarter

The Verdict

7.6Good

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