Don’t Starve im Test

Don’t Starve im Test

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Don’t Starve; ein lustiges Open-World Survival Game in Tim Burton Optik

Zu Beginn des Spiels können wir einen von derzeit neun unterschiedlichen Charakteren wählen. Alle anderen Charaktere lassen sich natürlich im Laufe des Spiels freischalten und besitzen unterschiedliche Eigenschaften. Wir werden in eine zufallsgenerierte Wildnis geworfen, die vorher von uns feinjustiert werden konnte, um so den Schwierigkeitsgrad unseren Wünschen und Ansprüchen anzupassen. Nach dem Erwachen und werden von Maxwell, dem Puppenspieler begrüßt. Von nun an sind wir völlig auf uns allein gestellt. Ohne genau zu wissen wie wir weiter vorgehen, fangen wir an zu sammeln, die Gegend zu erkunden und uns mit der Welt vertraut zu machen. Dies ist unsere ganz persönliche Geschichte, in der Welt von Don’t Starve.

 dont starve_4pngGrundbedürfnisse befriedigen

Don’t Starve (dt. Verhungere nicht) ist nicht das einzige Problem welches es zu bewältigen gibt. Also Nahrung sammeln und uns dann gemütlich unter den nächsten Baum zu setzen wird nicht helfen, den ersten Tag, beziehungsweise die erste Nacht zu überstehen. Als Indikator für unsere Bedürfnisse stehen uns vier Kreise am oberen rechten Bildschirmrand zur Verfügung. Der große Kreis zeigt uns an, wie viele Tage und Nächte wir bereits überlebt haben und in welcher Tageszeit wir uns momentan befinden. Das Herz auf der rechten Seite steht für unsere derzeitigen Lebenspunkte und direkt daneben das Magen-Symbol für unser momentanes Hungergefühl. Der letzte Kreis, der definitiv nicht zu vernachlässigen ist, ist das Gehirn. Es sagt aus, ob wir uns gemütlich den Bauch kraulen und unser schönes Leben in der Einsamkeit frönen können, oder langsam dem Wahnsinn verfallen. Durch Blumen pflücken oder kreatives Crafting stellen wir sicher das letzteres nicht passiert. Im unteren Bereich finden wir unser mickriges Inventar, das mit Hilfe eines Rucksacks um einige Plätze erweitert werden kann. Als letzter Punkt wäre noch das Baumenü auf der linken Bildschirmseite zu erwähnen. Hier müssen wir erste einen Prototypen bauen, um den gewünschten Gegenstand freizuschalten.

Der erste Tag

Wir machen uns zu Beginn also auf die Suche nach einigen reich behangenen Büschen mit leckeren Beeren, oder ziehen geschwind ein paar Karotten aus dem Boden. So überstehen wir die erste Zeit ohne knurrende Magengeräusche. Leider werden wir mit ein bisschen Obst und Gemüse nicht sonderlich weit kommen. Dementsprechend muss etwas nahrhafteres her. Schnell sammeln wir noch einige Stöckchen und Steine in unser knappes Inventar. Mit diesen Gegenständen lässt sich in Windeseile eine Axt zusammenbauen, mit der wir Bäume fällen können. Gott sei Dank, denn mit dem Holz und ein paar Feuersteinen ist in der Abenddämmerung schnell ein schützendes Lagerfeuer aufgestellt. Wie wir uns denken können, lauern in der Dunkelheit gefahren, die wir so nicht mehr zu fürchten haben. Durch die zuvor gesammelten Stöcke und Steine basteln wir uns an unserem gemütlichen Lagerfeuer einen Speer, um zu Tagesbeginn auf Beutezug zu gehen. Nach einigen Klicks auf den nächsten Hasen, der uns vor die Füße läuft, können wir unser erstes Fleisch über dem Feuer braten und satt und gestärkt den zweiten Tag beginnen.

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Verschanzen oder erkunden?

Im Laufe des Spiels werden uns durch das Sammeln verschiedener Gegenstände immer mehr Möglichkeiten zum Crafting gegeben und man muss sich überlegen, ob man sein Basislager ständig weiter ausbaut oder in einfacher Nomaden-Manier wildernd durch das zufallsgenerierte Land zieht. Hier ist ein guter Mix zu finden, da man schon bald seine gesamte Umgebung leergefarmt hat und man auch nicht alle Materialien für spätere Gegenstände in unmittelbarer Nähe findet. Das heißt zur Abenddämmerung befindet man sich oft in der Lage durch einen hektischen Sprint wieder schnellstmöglich Richtung Lager zu kommen, oder die Nacht an einem kleinen Feuerchen in unbekanntem Gebiet zu kampieren. Es gibt viel zu tun und noch mehr zu entdecken.

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Winter is coming

In Don’t Starve müssen wir nicht nur die Nacht fürchten, sondern mit voranschreitender Spieldauer auch die kalte Jahreszeit. Sind wir überzeugter Veganer und haben bisher nur auf den Anbau von Obst und Gemüse gesetzt, werden uns unsere gesammelten Vorräte, die hoffentlich gut verstaut in der Eisbox lagern, bald ausgehen. Obst und Gemüse wächst bekanntlich nur in den Sommermonaten und wir müssen uns nun darüber Gedanken machen, ob wir uns nicht zum Fleischfresser wandeln und den einen oder anderen Hasen oder Büffel schlachten. Tun wir dies nicht, werden wir wahrscheinlich bald den Hungertod sterben und in Don’t Starve darf nur gespeichert werden, wenn wir das Spiel verlassen. Getreu dem Motto: „Einmal tot, immer tot“, besteht nach unserem Ableben keinerlei Möglichkeit auf einen Zweitversuch, ausgenommen wir haben auf unseren vorherigen Streifzügen einen Wiederbelebungsaltar aufgedeckt. Hierzu sei gesagt, dass diese sehr selten in der riesigen Welt vorkommen. Hier kann der eigene Puls schon mal die 180er Marke überschreiten, wenn man sich durch den ersten Sommer und eventuell sogar schon durch den folgenden Winter „überlebt“ hat. Dann heißt es – Schade, nochmal von vorne.

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Fazit

Wir finden, dass Don’t Starve mit einer sehr hübschen 2D-Grafik, mit viel Liebe zum Detail punkten kann. Der Stil erinnert an die Tim Burton Filme und die Musiktitel sind sehr stimmig und schaffen eine tolle Atmosphäre. Als lustiges Gimmik haben sich die Entwickler von Klei Entertainment dafür entschieden, den unterschiedlichen Charakteren keine Stimmen, sondern den Sound von Blasinstrumenten zu geben. So hat der sehr grummelige Wolfgang den Sound einer Tuba, wohingegen die kleine, süße Wendy das hohe Geräusch einer Flöte von sich gibt. Das passt perfekt zu dem tollen Comicstil und zeigt wie kreativ die Entwickler hier waren. Außerdem beinhaltet das Spiel viele Eastereggs und glänzt mit teilweise trockenem jedoch ständig aufmunterndem Humor. Don’t Starve wurde am 23. April 2013 veröffentlicht und ist derzeit für 13,99 Euro bei Steam zu haben.

 

Offizielle Don’t Starve Homepage

Don’t Starve Steam Link

 

 

The Verdict

8.0Great

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