Craft the World (0.9.006) in der Preview

Craft the World (0.9.006) in der Preview

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Craft the World – ein Sandbox-Strategiespiel des Publishers Black Maple Games in dem es darum geht, sein Zwergenvolk zu Macht, Reichtum und Wohlstand zu bringen. Es ist ein Mix aus Dwarf Fortress und Terraria und empfängt uns mit einem hübschen, wenn auch nicht sonderlich umfangreichem Spielmenü. Hier lässt sich lediglich die Musik und Soundlautstärke sowie die Sprache (dzt. Englisch und Russisch) verändern. Zu Beginn können wir nur die erste und einfachste Spielwelt starten, jede weitere muss erst freigespielt werden. Wir bekommen eine Übersicht des Levels in Form von der Größe der Spielwelt, der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit, des Geländes und des allgemeinen Schwierigkeitsgrades. Inwieweit uns diese Punkte während des Spielens beeinflussen, wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

CTW_1Ins kalte Wasser geworfen

Ohne großartiges Tutorial starten wir direkt an unserem kleinen Basislager und bekommen sogleich einen Zwerg zur Hand, der zukünftig Arbeiten für uns erledigen kann beziehungsweise muss. Das Spiel gibt uns einige Tips in schriftlicher Form, die wir in der linken oberen Ecke über unser Auftragsbuch und dann unter „Notes“ einsehen können. Unser erster Auftrag besteht darin, einen Baum zu fällen. Nichts leichter als das! Ein beherzter linksklick auf den Baum und schon fängt unser Helferlein an, am Stamm des Baumes zu hacken. Sollte uns dieser und zukünftige Vorgänge mal nicht schnell genug gehen, dürfen wir die Spielgeschwindgkeit mit Hilfe der F1-, F2- und F3-Taste beschleunigen.

CTW_2Zwerge braucht das Volk

Durch das Lösen der Aufgaben bekommen wir Erfahrungspunkte und kleinere Geschenke in Form von Items und Rohstoffen. Sollten wir genügend Erfahrungspunkte gesammelt haben, steigen wir ein Level auf und dürfen einen neuen Zwergenbewohner in unserem Volk begrüßen. Im späteren Spielverlauf werden wir leider den Tod des einen oder anderen Zwerges betrauen müssen. Das ist aber kein Weltuntergang, da nach Ablauf eines fünfminütigen Timers, einen neuer und quicklebendiger Zwerg, in der Nähe unseres Basislagers, spawnt. Zu diesem Lager, von welchem sich der Standort leider nicht verlegen lässt, bringen unsere Helfer all das gesammelte, geplünderte und hergestellte Material. Es sollte dementsprechend gut zugänglich sein und keinesfalls verbaut werden. Die gestellten Aufgaben umfassen zum größten Teil die Herstellung neuer Gegenstände. So müssen wir nach erfolgreichem Craften einer Keule, eine Leiter aus zwei Holzblöcken herstellen. Dafür gibts es Erfahrungspunkte und einen neue Aufgabe. Der „Craft-Tree“ in Craft the World ist sehr umfangreich und wir benötigt einige Spielstunden um erfolgreich alle Gegenstände freizuschalten. Das übersichtliche Baumenü ähnelt dem „Neun-Kasten“-Fenster, das viele Spieler aus Minecraft kennen und die Herstellung der Gegenstände ist fast jedes Mal logisch. Sehr gut finden wir, dass wir nicht alle Gegenstände direkt selber herstellen, sondern teilweise den Zwergen Aufträge geben, diesen oder jenen Gegenstand selber an vorher aufgestellten Schmieden, Lagerfeuern oder Schreinertischen zu verarbeiten.

CTW_4Tägliche und nächtliche Besuche

In der Zwischenzeit sollten wir uns bereits ein kleines Häusschen gebaut oder zumindest eine Höhle gegraben haben, denn bekanntlich kommen in der Nacht die bösen Buben. Bei Craft the World sind dies Skelette und Zombies. Letztere lassen sich noch recht einfach mit einer kleinen Mauer aufhalten. Die Skelette sind allerding schlauer und bauen eine Art Räuberleiter um uns in unserem Eigenheim einen Besuch abzustatten. Sollten unsere Zwerge noch nicht gut genug für einen Kampf ausgerüstet sein, heißt es verschanzen und das Morgengrauen abwarten. Unsere Feinde ziehen nämlich bei Sonnenaufgang wieder von dannen und kehren erst in der nächsten Nacht zurück. Nach einigen Spieltagen bekommen wir auch tagsüber Besuche von kleinen Goblins, die zwar nicht sonderlich stark sind, dafür aber in Massen auftreten. Nachdem wir das Lager der kleinen, grünen Kerle niedergestampft haben, brauchen wir nur noch die Besuche der Untoten des Nachts befürchten.

CTW_3Die Ausstattung unserer Zwerge

Jeder unserer Zwerge besitzt ein eigenes Inventar für sechs Ausrüstungsgegenstände. Dieses beinhaltet neben einer Kopfbedeckung noch einen Brustschutz, Schuhe, Spitzhacke, Axt sowie einer Fern- oder Nahkampfwaffe. Diese Gegenstände gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen und werden mit der Dauer einer Partie immer besser und haben dementsprechend höhere Werte. Desweiteren sehen wir in unserer Übersicht den Namen unseres ausgewählten Zwerges, seinen derzeitigen Gesundheitszustand, seinen Hunger, sowie drei Fähigkeiten, die mit Hilfe von gefundenen Büchern erhöht werden können.

CTW_5„Chef, ich brauch ne‘ Pause“

Nach erfolgreichem oder auch erfolglosem Kampf müssen unsere Zwerge regenerieren. Dies geschieht in ihren eigens ausgesuchten Betten und Mithilfe von Nahrung, welche wir auf gebauten Tischen ausbreiten. Ein wichtiger Punkt ist, dass unser Volk sich wirklich nur dann ausruhen kann, wenn ihr Eigenheim vollständig, mit Hilfe von Türen, Dächern und Wänden verschlossen ist. Ein Zwergentotem, welches Zentral in unserem Eigenheim aufgehangen wird, gibt uns Auskunft darüber, wie wohl sich unsere Zwerge fühlen, beziehungsweise schlägt Alarm, falls mal eine Tür oder ein Stück Dach durch Angreifer zerstört wurde.

CTW_6„Dumdidum – ich bin ein dummer Zwerg“

Leider lässt die KI unseres Zwergenvolkes manchmal zu wünschen übrig. Zwerge sind ja bekanntlich eher wasserscheue Wesen und der eine oder andere See, in Craft the World, entwickelt sich mitunter zu einer katastrophalen Todesfalle. Gerade wenn wir Materialen in der Nähe von Gewässern abbauen und diese ins Wasser fallen und natürlich geborgen werden müssen, ertrinkt uns schon einmal ein Zwerg, beziehungsweise muss danach für längere Zeit ins Bettchen um sich zu kurieren. Auch der Regen darf nicht vernachlässigt werden, da senkrecht gegrabene Tunnel sich recht schnell mit Wasser füllen und somit wieder eine Bedrohung darstellen. Auch das Kampfverhalten einiger Untergebener stellt unsere Geduld manchmal auf die Probe. Normalerweise ziehen sich unsere Kämpfer bei zu wenig Gesundheit zurück und gehen schlafen. Aber eben halt nur normalerweise. Manchmal muss ein Rambo unbedingt nochmal mit Kampfesgeschrei in die Gegnermassen laufen und segnet nach zwei Treffern das Zeitliche. Schade, aber das fällt dann wohl unter die natürliche Auslese des Genpools. Da sich Craft the World allerdings erst in einer frühen Alpha Phase befindet, lassen sich diese Fehler durchaus noch verschmerzen.

Dreimal schwarzer Kater

Mithilfe von Zaubersprüchen können wir unsere Zwerge aktiv untersützen, indem wir ihnen Portale an schwer erreichbare Stellen, beziehungsweise hinter ein Wasserloch setzen und so benötigte Materialien abbauen können. Im späteren Spielverlauf stehen uns viele weitere Zaubersprüche, wie zum Beispiel ein magisches Licht oder eine Art Forstzauber, mit dem wir Holz erschaffen können, zur Verfügung. Zaubersprüche kosten Mana und dieses füllt sich nach gewisser Zeit wieder auf. Unser maximal zu verbrauchendes Mana erhöht sich mit jedem Levelaufstieg. Hier heißt es haushalten, denn man weiß nicht, ob man bei der nächsten Gegnerwelle wieder aktiv mit eingreifen muss.

Fazit

Craft the World hat uns schnell gefesselt und verspricht stundenlangen Spielspaß, allerdings mit dem einen oder anderen bitteren Nebengeschmack, wenn die KI mal wieder unverständliche Aktionen durchführt. Die 2D-Grafik mit ihren zwei Layern ist hübsch anzuschauen und auch die Sounds sind recht stimmig und schaffen Atmosphäre. Craft the World hat das Steam-Greenlight bekommen und ist via Early Access für 13,99 Euro per Steam zu haben.

Craft the World Early Access

The Verdict

7.9Good

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