Call of Juarez: Gunslinger

Call of Juarez: Gunslinger

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Call of Juarez: Gunslinger ist wie die Vorgänger ein Spiel, das sich am Western Genre orientiert. In Zusammenarbeit mit Ubisoft einwickelt das Studio Techland den vierten Teil der Reihe. In Call of Juarez; Gunslinger haben wir die Wahl zwischen drei verschiedenen Modi. Da ist der Storymodus, der Arcademodus und der Duellmodus.

Der Storymodus: Spiel mir das Lied vom Tod

Handlung:Ride Mustang Sally

Anfang

In Call of Juarez: Gunslinger wird die Geschichte in animierten Standbildern erzählt

Die Handlung ist eigentlich schnell erzählt. 1910 betritt ein legendärer Kopfgeldjäger namens Sila Greaves den Saloon der Stadt Abilene in Kansas. Er erzählt den Stammgästen von seinen Abenteuern. Im Gegenzug müssen diese die Geschichten mit Drinks bezahlen. Die Stammgäste Steve, Jack und ein heranwachsender namens Dwight lauschen Greaves Geschichten. Die Zuhörer sind zuerst von Furcht erfüllt, bewundern den fremden aber auch für seine Abenteuer und Erlebnisse. In den Geschichten Greaves geht es darum, wie der Kopfgeldjäger berühmte Revolverhelden wie Billy the Kid, Butch Cassidy oder Newman Haynes Clanton zur Strecke brachte. Gunslinger erzählt also die Geschichten in Rückblenden. Dabei ist besonders nett, dass Greaves seine Handlungen während des Spiels in Form einer lustigen Anekdote erzählt. Freunde des Westerngenres kommen hier voll auf ihre Kosten.

Das Spiel: Howdie Partner

Mit Colts Unterwegs

Revolverheld Greaves mit Colt unterwegs. Die Akimbofunktion ist eines der Upgrades dieser Waffernklasse.

Das Spiel lässt sich wie ein gewöhnlicher Ego-Shooter spielen. Die Level sind meist sehr linear und schlauchartig aufgebaut und lassen kaum Spielraum für weitläufige Exkursionen. Dennoch ist der Storymodus durchaus abwechslungsreich gestaltet. Überhaupt bekommt der Spieler das, was er erwartet. Das Spiel setzt nämlich verstärkt auf Westernstereotype. Schießereien mit Colts, Gewehren und Schrottflinten auf Ranches, auf einem Zug oder sogar auf einem defekten Raddampfer verstärken diesen Eindruck. 14 Level bietet das Spiel, bei denen keine Langeweile aufkommt. Greaves schießt sich durch die Westernlandschaft und bekommt dafür Punkte. Schießt er mehrere Gegner hintereinander ab, so bekommt er dafür mehr Punkte. Und diese Punkte braucht man auch, um verschiedene Erweiterungen der Klassen freizuspielen. In Call of Juarez: Gunslinger haben wir die Wahl zwischen drei Waffentypen bzw. Kampfarten. Dem Revolverhelden der mit Colts bewaffnet ist. Dem Ranger dessen Gewehr für Distanzkämpfe geeignet ist. Und Dem Trapper der mit einer Schrotflinte im Nahkampf überzeugt. Alle Klassen verfügen über 14 Upgrades. Ein weiteres schönes Feature ist der Konzentrationsmodus, mit dem der Spieler rot markierte Feinde in Zeitlupe abknallen kann. Mmh.. Zeitlupe, Western kennen wir das nicht irgendwoher? Ach ja von John Marston aus Red Dead Redemption! Nett ist auch die sogenannte Todesahnung, hier kann der Spieler geschickt den feindlichen Kugeln in Zeitlupe ausweichen. In Duellen muss der Spieler seinen Gegner fokussieren und im richtigen Moment den Abzug betätigen, hier fühlt man sich wirklich wie John Wayne in High Noon. Ein weiteres spaßiges Element des Spiels sind die Geschütze, die Greaves betätigen kann. Leider sind diese Situationen im Spiel ziemlich selten. Die KI der Gegner ist durchaus ansprechend und wird von Level zu Level gesteigert. Ein weiteres Feature ist die Erzählung der Geschichte durch Greaves. So erzählt er in einer Sequenz, dass er von Gesetzlosen angegriffen wird. Darauffolgend spricht er aber von Apachen und Tatsache die Gesetzlosen tragen auf einmal Federschmuck und sehen eher wie Klischee- Indianer aus. Darauf von einem seiner Zuhörer angesprochen, korrigiert Greaves sich und die Indianer sind wieder Gesetzlose. Auch die 54 Infokarten die im Spiel versteckt sind und über die Historie des Western informieren, sind eine interessante Idee von Techland. Denn so kann der interessierte Westernfan mehr über die wahren historischen Hintergründe erfahren.

Arcade

Im Arcademodus geht es darum, möglichst viele Punkte zu machen.

Arcademodus: Wanted Man in Kansas City

Nach dem Storymodus, für den ein geübter Spieler ca. 4 Stunden braucht, bietet sich der Arcademodus an. Der Arcademodus ermöglicht es dem Spieler 10 Level, die uns aus dem Storymodus bekannt sind, zu spielen. Hier geht es nun aber nicht mehr einfach darum, dass Level zu bewältigen. Der Spieler muss eine möglichst hohe Punktzahl erreichen. Boni gibt es für Headshots und aneinander gereihte Treffer. Die Punkte kann man dann Online mit Freunden vergleichen.

Duellmodus: High Noon

Im Duellmodus geht es darum schneller zu ziehen ,als sein Gegenüber.

Im Duellmodus geht es darum schneller zu ziehen ,als sein Gegenüber.

Wie der Name es vermuten lässt, geht es in diesem Modus um die Duelle. Diese sind dem Spieler bereits aus dem Storymodus bekannt. Im Duellmodus kann man einzeln gegen 15 Duellgegner des Spiels antreten. Der Spieler muss zunächst den Gegner fokussieren, dazu gibt es eine Fokusanzeige. Wenn diese Anzeige hundert Prozent erreicht und die Speedanzeige dies auch tut, dann heißt es schneller ziehen als der Gegner. Dafür gibt es dann die Punkte. Boni gibt es für Headshots. Der Duell Modus ist zwar ein sehr kurzweiliges Element, dennoch macht dieser Modus extrem viel Spaß. Auch wenn das Spielprinzip wiederum ein wenig von Rockstars Red Dead Redemption „entliehen“ ist.

Grafik

Die Grafik von Call of Juarez: Gunslinger mag nicht highend sein. Sie schafft aber durchaus Westernatmosphäre

Die Grafik von Call of Juarez: Gunslinger mag nicht highend sein. Sie schafft aber durchaus Westernatmosphäre

Call of Juarez: Gunslinger verwendet die Chrome Engine 5 (bekannt aus Dead Island). Die Grafik des Spiels haut einen nicht wirklich vom Hocker und kann mit den großen Egoshooternwie Call of Duty: Ghost oder Battlefield 4 bei weitem nicht mithalten. Auch die Zwischensequenzen werden uns in animierten Standbildern präsentiert. Zugegeben diese haben eine schöne Westernoptik, sind aber auf die Dauer doch ein bisschen langweilig und lieblos gestaltet. Westernatmosphäre schafft Call of Juarez: Gunslinger aber durchaus. Die Steppe, die Farmen, Berge, Cowboys, Outlaws und Indianer. All das lässt Call of Juarez: Gunslinger zu einem lebendigen Westernabenteuer werden.

Fazit

Call of Juarez: Gunslinger ist mit seinem vierstündigen Storymodus sowie dem Arcade- und Duellmodus etwas kurz geraten. Dennoch macht das Spiel durchaus Spaß. Die Level sind zwar linear aufgebaut aber durch die abwechslungsreiche Gestaltung von Gelände und Gegner kommt keine Langeweile auf. Ein Mehrspielermodus gibt es leider nicht. Nach dem Pflop des letzten Teils der Reihe Call of Juarez Cartel, kehr Call of Juarez Gunslinger wieder zurück zu den Wurzeln der Reihe. Also keine komplexe Handlung aber dafür hübsche Westernballereien bei denen Sergio Leone seine Freude gehabt hätte. Wer aber auch komplexe Storys wert legt, der sollte die Finger von Call of Juarez: Gunslinger lassen.

 

 

 

The Verdict

6.5Fair

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